Hohe Auszeichnung für Professor Dr. Fiedler
Im Auftrag des Bundespräsidenten überreichte Kultusminister Jürgen Schreier am Freitag (12.01.07) dem langjährigen Professor für Staatsrecht, Verwaltungsrecht und Völkerrecht an der Universität des Saarlandes, Professor Dr. Wilfried Fiedler, das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Der Minister würdigte Professor Dr. Fiedler als international renommierten Experten des Völkerrechts und des Kulturgüterschutzes.
12.01.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur SaarlandProfessor Dr. Wilfried Fiedler, 1940 geboren, war von 1977 bis 1984 Professor an der Universität Kiel und Direktor des Instituts für Internationales Recht. Von 1984 bis 2002 arbeitete er an der Universität des Saarlandes. Sein internationales Renommee wurde nicht zuletzt durch seine Lehr- und Forschungstätigkeit im Ausland gefördert. So hatte er in den Jahren 1991/1992 eine Gastprofessur für Deutsches Staatsrecht und Recht der Europäischen Gemeinschaft an der Tohoku Universität Sendai, Japan, inne. Darüber hinaus war er zwischen 1996 und 1999 als Lehrbeauftragter an der Universität Zürich tätig.
Nach der Annahme des Rufes an die Universität des Saarlandes wandte sich Professor Dr. Wilfried Fiedler verstärkt einem besonders interessanten Teilbereich des internationalen Recht zu: dem Recht des internationalen Kulturgüterschutzes. Er gründete im Jahre 1986 die Forschungsstelle "Schutz und Rückführung von Kulturgütern im geltenden Völkerrecht“, die er bis heute leitet.
Durch seine Publikationstätigkeit auf diesem Gebiet und durch die von ihm herausgegebenen "Schriften zum Internationalen Kulturgüterschutz“ gilt er über die Grenzen Deutschlands hinaus als ausgewiesener Kenner des Internationalen Völkerrechts, und er hat maßgeblich zum hohen Ansehen der deutschen Wissenschaft in diesem Fachgebiet beigetragen.
Als Verfasser eines Gutachtens zu völkerrechtlichen Fragen der Rückführung deutscher Kulturgüter aus der Russischen Föderation hat Professor Dr. Wilfried Fiedler die rechtliche Position der Bundesregierung in den Verhandlungen mit der Russischen Föderation zur Lösung der politisch sensiblen Beutekunstproblematik entscheidend mit aufgebaut. Zudem erklärte er sich bereit, den Vorsitz in der Fachgruppe Rechtsfragen der Gemeinsamen Deutsch-Russischen Kommission zur beiderseitigen Rückführung von Kulturgütern zu übernehmen und in dieser Funktion die praktischen Voraussetzungen für die Rückführung kriegsbedingter verbrachter Kulturgüter mit auszuarbeiten. Professor Dr. Wilfried Fiedler leitete zwischen 1993 bis 2000 die deutsche Delegation bei den Rückführungsverhandlungen bzw. zu deren Rechtsvereinbarungen.
"Professor Dr. Fiedler hat sich im Rahmen seiner juristisch-wissenschaftlichen Forschung und Lehre an der der Universität des Saarlandes außerordentliche Verdienste erworben. Für diese herausragenden Leistungen, den überragend hohen wissenschaftlichen Rang seiner Lehrtätigkeit, seiner Forschungen und Publikationen verdient er besonderen Dank und Anerkennung“, sagte Minister Schreier bei der Übergabe des Verdienstkreuzes.
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