Husung würdigt großes wissenschaftliches und ehrenamtliches Engagement:

Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Hans-Gerhard Husung überreichte heute in Berlin Herrn Prof. Dr. Hasso Heiner Hermann Hofmann das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. "Professor Hofmann hat sich um die Wissenschaft insbesondere als Hochschullehrer für Öffentliches Recht, Rechts- und Staatsphilosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin in herausragender Weise verdient gemacht. Es ist mir eine besondere Ehre, Professor Hofmann für sein außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement durch die Auszeichnung mit dem Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland zu danken."

07.04.2009 Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Herr Hofmann ist Professor für Öffentliches Recht, Rechts- und Staatsphilosophie an der Berliner Humboldt-Universität (HU), deren Vizepräsident er von 1992 - 1994 war. Darüber hinaus ist er Mitglied der Bayerischen und Gründungsmitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Zunächst lehrte Professor Hofmann in Würzburg und war 1989/90 Fellow am Wissenschaftskolleg in Berlin. Nach der Wiedervereinigung folgte er der Bitte der Humboldt-Universität zu Berlin, am Neuaufbau der Fakultät für Rechtswissenschaften mitzuwirken. 1992 erhielt er eine Professur für Verfassungsrecht, Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie. 1993 übernahm er in einer kritischen Phase der Neuausrichtung der HU als erster neu berufener Professor das Amt des Vizepräsidenten.

Husung: "Gerade in der Zeit des Übergangs nach der Wende war es die große Herausforderung Ihrer Universität, neue Strukturen zu schaffen und zu festigen. Professor Hofmann verstand es meisterhaft, Brücken zu schlagen, auszugleichen und zu vermitteln. Er verfolgte stets das klare Ziel, eine leistungsfähige Universität aufzubauen, die zum Symbol einer gelungenen wissenschaftlichen Wiedervereinigung von Ost und West wurde. Dank seiner Autorität und seines hervorragenden Rufs gelang es ihm, in kurzer Zeit den Erneuerungsprozess voranzutreiben und das Präsidialamt zu stabilisieren. Sein Einsatz als Vizepräsident während dieser Umbruchsphase der Universität ging weit über das normale Maß eines Hochschullehrers hinaus."

Abgerundet wird das Bild des verdienstvollen Hochschullehrers durch sein wissenschaftliches Wirken. Seine höchst einflussreiche wissenschaftliche Arbeit begründet seinen Ruf als international anerkannter deutscher Verfassungsrechtler, Rechtshistoriker und Rechtsphilosoph. Die Aufmerksamkeit einer breiten juristischen Öffentlichkeit erwarb er in den achtziger Jahren, als er sich in seiner Schrift "Rechtsfragen der atomaren Entsorgung" mit der verfassungsrechtlichen Dimension der Atomenergie auseinander setzte.


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