Nordrhein-Westfalen

Innovationsministerium fördert Gleichstellung mit 7,5 Millionen Euro

Im vergangenen Jahr waren an Nordrhein-Westfalens Universitäten und Fachhochschulen erstmals mehr als 1000 Professorinnen beschäftigt. Dies geht aus einer aktuellen Statistik des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie hervor, auf deren Grundlage die Fördermittel für Gleichstellung an die Hochschulen verteilt werden. In diesem Jahr erhalten die NRW-Hochschulen 7,5 Millionen Euro für Frauenförderung. Dies sind 70 Prozent mehr als noch 2005.

30.03.2010 Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Das Innovationsministerium hat in den vergangenen fünf Jahren nicht nur die Fördersumme kontinuierlich erhöht, sondern auch die Förderkriterien umgestellt. Wurden zuvor einzelne Projekte der Frauenförderung finanziert, wird das Geld nunmehr nach Erfolgen der Gleichstellungsarbeit verteilt. "Damit haben wir eine Menge erreicht: Inzwischen wird jede fünfte NRW-Hochschule von einer Frau geleitet", sagte Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart. Vor fünf Jahren hatte es in Nordrhein-Westfalen lediglich zwei Rektorinnen gegeben.

Auch der Trend bei Neubesetzungen von Professuren ist positiv. In den Fachhochschulen geht inzwischen fast jede dritte Professur an eine Frau, an den Universitäten ist es jede vierte. Spitzenreiter unter den Universitäten ist die Universität Paderborn mit einem Frauenanteil von 22,3 Prozent, gefolgt von der Universität Wuppertal mit 20,3 Prozent und der Uni Siegen mit 20,2 Prozent. Erfolgreichste Fachhochschule ist die Fachhochschule Bielefeld mit 23,7 Prozent Frauenanteil, gefolgt von den Fachhochschulen Niederrhein mit 19,6 Prozent und Münster mit 19,0 Prozent. Insgesamt ist der Frauenanteil an Universitäten und Fachhochschulen von 2008 auf 2009 von 14,4 auf 16,3 Prozent gestiegen.


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