Kabinett beschließt Förderung nichtstaatlicher Hochschulen im Rahmen des Programms "Hochschule 2012"
Staatlich anerkannte private Hochschulen sollen im Rahmen des Ausbauprogramms "Hochschule 2012" eine Landesförderung für zusätzliche Studierende erhalten. Dies hat das Kabinett in seiner gestrigen Sitzung beschlossen.
12.12.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg"Nichtsstaatliche Hochschulen leisten einen wertvollen Beitrag zur Ausbildung junger Menschen. Sie ergänzen mit ihren Angeboten den staatlichen Hochschulbetrieb und geben dem Bildungssystem wichtige Impulse. Angesichts der steigenden Studierendenzahlen in den kommenden Jahren wird das Land den Ausbau von nichtstaatlichen Hochschulen unterstützen", sagte der Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Professor Dr. Peter Frankenberg, am 12. Dezember in Stuttgart.
Nichtstaatliche Hochschulen sollen pro Jahr und zusätzlichem Studierenden vom Land einen Pauschalbetrag in Höhe von 1.400 Euro bei nichttechnischen und von 2.000 Euro bei technischen Studiengängen erhalten. Ähnlich wie bei den staatlichen Hochschulen könnte sich bis 2012 ein Zuwachs von über 3 000 Studierenden ergeben. In den Spitzenjahren wird voraussichtlich ein Fördervolumen von bis zu 5 Mio. Euro jährlich erreicht.
Grundlage der Förderung sind zusätzliche Studienplätze, die nach dem Jahr 2006 eingerichtet wurden. Geplant ist ein Ausschreibungsverfahren, in dem sich die Hochschulen um Fördermittel bewerben können. Die Förderung beginnt, wenn ein zusätzlicher Studienplatz besetzt ist und sich dadurch die Zahl der Studierenden erhöht hat.
In Baden-Württemberg gibt es derzeit 22 private Hochschulen, davon sechs universitätsgleiche und 16 als Fachhochschulen anerkannte Hochschulen. Zum Wintersemester 2006/07 waren an den nichtstaatlichen Hochschulen in Baden-Württemberg rund 10.000 Studierende immatrikuliert. Das entspricht einem Anteil von 4,2 Prozent an der Gesamtzahl der Studierenden an den Hochschulen im Land. Das Studienangebot der privaten Fachhochschulen ist breit gefächert. Schwerpunkte bilden die religionspädagogischen, sozialwissenschaftlichen und diakonischen Studiengänge der kirchlichen Fachhochschulen sowie die Studiengänge aus dem Bereich des Sozialwesens.
Um dem erheblichen Anstieg der Studierendenzahl in den nächsten 10 Jahren zu begegnen, werden in Baden-Württemberg bis zum Jahr 2012 16.000 zusätzliche Studienanfängerplätze in grundständigen Bachelor-Studiengängen geschaffen. Die Planung des Ausbaus hat das Ministerium in einem offenen Dialog zusammen mit den Hochschulen und der Wirtschaft unternommen. In den Spitzenjahren wird das Land bis zu 150 Mio. Euro jährlich in den Ausbau investieren. Mit der Kabinettsentscheidung zu den nichtstaatlichen Hochschulen sind die Ausbauplanungen in der ersten Tranche für alle Hochschularten konkretisiert.
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