Klasse durch mehr Masse?

(bikl) "Ausweg Wachstum? Arbeit, Technik und Nachhaltigkeit in einer begrenzten Welt" - Unter dieser Frage hat die Körber-Stiftung zum sechsten Mal den Deutschen Studienpreis ausgeschrieben. Der Wettbewerb will Studierende und junge Forschende aller Fachrichtungen anregen zur kritischen Auseinandersetzung mit der Standardforderung nach wirtschaftlichem Wachstum. Und das wahrlich nicht um einen Gotteslohn: Es winken Preise im Gesamtwert von bis zu 100.000 Euro.

15.11.2004 Artikel

Mehr Wachstum gleich mehr Beschäftigung - so lautet das allgegenwärtige Credo angesichts der unverändert hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland. Zwar warnen insbesondere Globalisierungskritiker und Umweltschützer eindringlich vor den Folgen einer ungehemmten Wachstumspolitik. In den öffentlichen Diskussionen wird allerdings die These immer lauter, durch Wachstum ließen sich alle gesellschaftlichen Probleme lösen - allen voran die auf dem Arbeitsmarkt. Der Deutsche Studienpreis möchte Studierende und junge Forschende dazu anregen, sich mit dem Konzept Wachstum auseinander zu setzen und nach den Voraussetzungen als auch Auswirkungen von Wachstum zu fragen: Was genau meinen wir, wenn wir von Wachstum sprechen? Wie kann der Staat Wachstum befördern, oder ist das allein Sache der Wirtschaft? Wie wirken sich wissenschaftliche Innovationen und technischer Fortschritt auf Wachstumsprozesse aus? Wie ist es möglich, Wachstum nachhaltig und zukunftsfähig zu gestalten, oder werden wir früher oder später auf natürliche "Grenzen des Wachstums" stoßen? Unter welchen Bedingungen schafft Wachstum tatsächlich Arbeit?

Die aktuelle Ausschreibung ist Teil einer Reihe unter dem Titel "Hauptsache Arbeit", die mit dem Thema "Mythos Markt?" begonnen hat und 2006 mit der Frage "Mittelpunkt Mensch?" fortgesetzt wird.

Mehr Informationen zum Wettbewerb sowie ein Online-Anmeldeformular gibt es unter www.studienpreis.de. Dort kann auch ein Newsletter mit Artikeln, Tipps und Links zum Ausschreibungsthema abonniert werden.


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