Leibniz-Rechenzentrum Garching

Neuer Superrechner schafft in einer Sekunde 26 Billionen Rechenoperationen – dafür bräuchte ein Mensch Jahrmillionen

21.07.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Als Schlüsseltechnologie für die Forschung der Zukunft hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel den Einsatz von Höchstleistungsrechnern am Freitag anlässlich der Einweihung des Neubaus sowie des neuen Höchstleistungsrechners am Leibniz-Rechenzentrum der Bayerischen Akademie der Wissenschaften in Garching hervorgehoben. "Computer der höchsten Leistungsklasse sind Voraussetzung für einen konkurrenzfähigen Forschungs- und einen prosperierenden Wirtschaftsstandort", so Goppel. "Um auch künftig im Bereich der Superrechner international konkurrenzfähig zu sein, investieren wir zusammen mit dem Bund 83 Millionen Euro in diese Zukunftstechnologie", erklärte der Minister.

Mit Höchstleistungsrechnern wurden in den zurückliegenden Jahren zahlreiche wissenschaftliche Durchbrüche erzielt, die auf Rechnern niedrigerer Leistung nicht möglich gewesen wären. Dies betrifft beispielsweise Simulationen in der Elementarteilchenphysik, in der Materialforschung, Strömungsdynamik, Strukturmechanik, Chemie, Geo- und Astrophysik sowie Klima- und Umweltforschung.

Der Neubau des Leibniz-Rechenzentrums in Garching umfasst insgesamt rund 5700 qm Hauptnutzfläche, die sich auf einen Instituts- und Hörsaaltrakt sowie einen Rechnerwürfel mit 35 Metern Kantenlänge verteilt. Der darin montierte Höchstleistungsrechner schafft in seiner ersten Ausbaustufe über 26 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde der neue Höchstleistungsrechner pro Sekunde; in der zweiten Ausbaustufe Ende 2007 werden es mehr als doppelt so viel sein. Ein Mensch müsste zur Bewältigung einer solchen Aufgabe mehrere Millionen Jahre lang ununterbrochen rechnen. In seiner Klasse gehört der Rechner damit zu den leistungsfähigsten der Welt.

Die Kosten für den rund 45 Mio. Euro teuren Neubau teilen sich der Freistaat Bayern und der Bund, die je zur Hälfte auch 38 Mio. Euro in den Höchstleistungsrechner investieren. Für die laufenden Betriebskosten des Gebäudes wie des Rechners kommt der Freistaat alleine auf.


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