Mehr ausländische Studierende = mehr preisgünstige Wohnheimplätze
Bund und Länder wollen die Zahl ausländischer Studierender bis zum Jahr 2020 von heute 282.000 auf 350.000 erhöhen. Das Deutsche Studentenwerk (DSW) fordert angesichts dessen von Bund und Ländern finanzielle Unterstützung, um mehr preisgünstigen Wohnraum für diese Gruppe von Studierenden schaffen zu können.
27.02.2014 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkDSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erläutert: "Ausländische Studierende haben ein deutlich geringeres Budget als deutsche, und sie haben große Probleme, auf dem freien Wohnungsmarkt unterzukommen. Deshalbmuss die Internationalisierungsstrategie von Bund und Ländern flankiert werden von einem Förderprogramm für zusätzlichen, preisgünstigen Wohnraum."
Gemäß der aktuellen, 20. DSW-Sozialerhebung haben ausländische Studierende durchschnittlich 749 Euro im Monat zur Verfügung. Deutsche Studierende haben ein um 115 Euro höheres monatliches Budget. Die Wohnungssuche ist für ausländische Studierende das größte Problem.
Für die ausländischen Studierenden ist das Wohnheim die beliebteste und die häufigste Wohnform. 37% der so genannten Bildungsausländer leben im Studentenwohnheim. Von den rund 184.000 Wohnheimplätzen der Studentenwerke sind rund 61.000 von ausländischen Studierenden belegt.
"Die Studentenwerke begrüßen und unterstützen die Internationalisierungsstrategie von Bund und Ländern", betont Meyer auf der Heyde. "Aber Internationalisierung und Integration gibt es nicht zum Nulltarif. Wer solch ambitionierte Ziele definiert, muss auch für deren Finanzierung sorgen", erklärt Meyer auf der Heyde an die Adresse von Bund und Ländern.
- Internationalisierungsstrategie von Bund und Ländern
- Forderung der Studentenwerke "Hochschulpakt für soziale Infrastruktur dringend erforderlich!"
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