Minister Corts stellt Weißbuch zur Verwendung der Studienbeiträge vor
"Studienbeiträge sind ein Gewinn für Hessens Studierende." Das hat der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, bei der Vorstellung des Weißbuchs zur Verwendung der Einnahmen aus Studienbeiträgen an den Hochschulen des Landes hervorgehoben. Diese Einnahmen stehen laut Studienbeitragsgesetz den zwölf staatlichen Hochschulen uneingeschränkt und ausschließlich zur Verbesserung der Lehr- und Studienbedingungen zur Verfügung. Das Weißbuch dokumentiert die auf dieser Grundlage geplanten und die bereits umgesetzten Maßnahmen. Die Studienbeiträge von 500 Euro werden erstmals im soeben begonnenen Wintersemester 2007/2008 erhoben.
15.10.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst"Ich habe den Hochschulen vertraut, dass sie die Qualität des Studiums verbessern werden und kann heute feststellen, dass sie mit den zusätzlichen Mitteln bereits Einiges auf den Weg gebracht haben", sagte der Wissenschaftsminister. Man werde bei der Lektüre feststellen, dass Schwerpunkte und Akzente beim Einsatz der Mittel je nach den Erfordernissen der einzelnen Hochschulen unterschiedlich gesetzt würden. "An den Kunsthochschulen stehen Investitionen in Sachmittel im Vordergrund, während den Universitäten und Fachhochschulen mit hohen Studierendenzahlen in einzelnen Studiengängen die Verbesserung der Betreuungsrelationen durch personelle Verstärkung, aber auch infrastrukturelle Maßnahmen vordringlich scheinen."
Das Angebot zusätzlicher Lehrveranstaltungen und bessere Betreuung durch mehr Tutorien, längere Öffnungszeiten und eine bessere Ausstattung der Bibliotheken, aber auch Investitionen in eLearning und besserer Netzzugang für Studierende an den Hochschulen (WLAN) oder die Schaffung zusätzlicher studentischer Arbeitsplätze bedeuteten deutlich spürbare Verbesserungen der Studienbedingungen. Minister Corts nannte auch das Beispiel der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt, die ihr Lehrangebot in diesem Semester einschließlich kostspieligem Einzelunterricht um zehn Prozent ausgeweitet habe. Damit investiere sie deutlich in die Karriere ihrer Studierenden.
"Die Rückmeldungen aus den Hochschulen zeigen, dass die Studienbeiträge keineswegs zu dem von den Gegnern befürchteten starken Rückgang bei der Nachfrage nach Studiengängen an hessischen Hochschulen geführt haben", sagte der Minister. Im Hinblick auf die Zunahme der Zahl der Beurlaubungen im Vergleich zum Wintersemester 2006/2008 um mehr als 6000 merkte Corts an, dies seien wohl auch Beurlaubungen zum Schreiben von Abschlussarbeiten: "Die Studierenden haben sich auf das Studienbeitragsgesetz eingestellt und wollen rasch zum Abschluss kommen."
Der Minister kündigte an, dass das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst das Weißbuch jährlich aktualisieren werde, um die Fortschritte bei der Verbesserung der Studienbedingungen kontinuierlich zu dokumentieren.
Informationen zum Thema Studienbeiträge sind auf der Internetseite www.studienbeitraege.hessen.de des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst abzurufen, auf der auch das Weißbuch zugänglich ist. Die Seite bietet umfassende Orientierung zu den Studienbeiträgen, Finanzierungsmöglichkeiten, Befreiungsregelungen, Bestimmungen für ausländische Studierende und zur Strategie der hessischen Hochschulpolitik. Hinzu kommen hilfreiche Links, etwa zu den entsprechenden Informationsseiten der zwölf staatlichen Hochschulen.
Für persönliche Anfragen ist unter den Rufnummern 0611 / 32-3479 und -3480 montags bis freitags jeweils von 10.30 bis 11.30 Uhr eine Telefon-Hotline eingerichtet.
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