Ministerin Wanka bedauert Absage von Prof. Kurths
Brandenburgs Wissenschaftsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka bedauert und respektiert die Entscheidung von Prof. Jürgen Kurths, für das Amt des Präsidenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU) nicht zur Verfügung zu stehen. "Der Landeshochschulrat wird zügig mit der BTU das weitere Vorgehen besprechen."
12.07.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes BrandenburgZugleich bezeichnete sie die Gründe für die Absage als nicht nachvollziehbar. "Die Universität hat fünf Wochen verloren. Sowohl die Situation der Hochschule als auch die gesetzlich vorgesehene Vergütung für den Präsidenten waren bereits vor der Wahl am 7. Juni bekannt. Das Modell der leistungsorientierten Mittelvergabe wird von allen Hochschulen getragen. Bilaterale Verhandlungen zulasten anderer Hochschulen sind ausgeschlossen."
Wanka wies die von Prof. Kurths in einer Erklärung verbreitete Darstellung eines Gesprächs im Wissenschaftsministerium zurück, wonach den von BTU-Vertretern und Prof. Kurths vorgelegten Zahlen nicht widersprochen worden sei. Ihr Haus habe es vielmehr abgelehnt, über das vorgelegte Worst-Case-Szenario zu diskutieren und die BTU sowie den designierten Präsidenten aufgefordert, eine konstruktive und zukunftsorientierte Weichenstellung für die Hochschule vorzunehmen, die eine deutliche Verbesserung ihres Abschneidens im Leistungswettbewerb in Brandenburg und darüber hinaus zur Folge hätte. In diesem Zusammenhang betonte Wanka ausdrücklich das hohe Potenzial der Technischen Universität. Ihr Abteilungsleiter habe der BTU eine Vielzahl von Handlungsoptionen und Perspektiven aufgezeigt, die wiederum von Prof. Kurths nicht aufgenommen wurden.
"Ich hätte mich gefreut, - wie bisher üblich - nach seiner Bestellung in ein konstruktives Gespräch mit dem neuen Präsidenten einzutreten", unterstrich Wanka.
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