Mobil gestikulieren, Motoren überwachen und Fremdsprachen lernen per Handy

Wissenschaftler der im TechnologieTransferNetzwerk Hessen (TTN-Hessen) zusammengeschlossenen Hochschulen präsentieren bei der CeBIT 2007 in Hannover vom 15. bis 21. März Anwendungsmöglichkeiten ihrer Entwicklungen.

14.03.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

"Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft bieten sich an, wenn man technische Visionen realisieren will. Die hessischen Hochschulen repräsentieren die Spitzenforschung des Forschungs- und Technologiestandorts Hessen. Ihre Vernetzung mit hessischen Unternehmen ist das Erfolgsmodell der Zukunft", hob der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Udo Corts, hervor. Eine Vorstellung von dem, was an hessischen Hochschulen erforscht, entwickelt und umgesetzt wird, sollen 18 Projekte vermitteln, die auf dem Gemeinschaftsstand der hessischen Hochschulen in Halle 9 "Future Park", Stand C 22, präsentiert werden.

Dazu gehört eine neue Technik aus der Fachhochschule Wiesbaden: "MobiDeic". Mit Hilfe von Geräten wie Stift-Displays oder PDAs und diesem Programm ist es möglich, Zeigegesten mobil an ein Planungssystem zu übertragen. Das dient der schnelleren, besseren und genaueren Kommunikation beispielsweise von Bauplanern und Ingenieuren, wenn sie Informationen vor Ort erheben und ihre räumlichen Eindrücke an das Büro übermitteln. Eine besondere Demonstration wird am 16. März auf dem Messestand der hessischen Hochschulen zeigen, welche Vorteile MobiDeic zum Beispiel bei einer Online-Küchenplanung bringt.

Mobile Kommunikation ist das Thema vieler Neuerungen, die auf der CeBIT präsentiert werden. Aus der Fachhochschule Gießen-Friedberg kommt eine Entwicklung, die der Sicherheit und Steuerung motorbetriebener Anlagen dient. Die Teleüberwachung ermöglicht das Beobachten technischer Prozesse. Betriebsstörungen werden an eine zentrale Servicestation übertragen und lassen sich aus der Ferne diagnostizieren und beheben.

Mit dem Handy zu telefonieren ist mittlerweile besonders für jüngere Menschen ein elementares Bedürfnis; auch für Unterhaltungsmedien spielt das mobile Telefon eine immer größere Rolle. Lernen mit dem Handy ist das Thema einer Spiele-Entwicklung aus der Hochschule Darmstadt. Das Rollenspiel vermittelt Fremdsprachenkenntnisse und hat außerdem einen hohen Unterhaltungswert.

Eine Anwendung, die in der Fachhochschule Wiesbaden entwickelt wurde, ist die Generierung anatomischer Atlanten. Das Assistenzsystem für die Bestrahlungsplanung ermöglicht eine schnelle und automatisierte Bestimmung der zu bestrahlenden Areale im menschlichen Körper.

Neue Methoden zur Qualitätssicherung und -verbesserung im Datenverkehr zeigen die Technische Universität Darmstadt (Maßgeschneiderte Sprache und Software, WSQoSX), die Fachhochschule Frankfurt am Main (Next Generation Networks, Quality of Service und Dienste), die Philipps-Universität Marburg (Intelligente Fabriken), die Hochschule Fulda (Die Virtuelle Anprobe, System2Teach, .EAI – Alle Anwendungen auf einer Oberfläche) und die Universität Kassel (Lehrstuhl Kommunikationstechnik).

Ebenfalls auf dem TTN-Stand vertreten ist der Deutsche Wetterdienst, der die Möglichkeiten der Wettervorhersage durch die Datenübertragung des neuen Satelliten METOP zeigt.

Das TechnologieTransferNetzwerk-Hessen (TTN)

Im TTN-Hessen haben sich die hessischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die führenden Wirtschaftsverbände, die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, die Technologie-, Dienstleistungs- und Gründerzentren sowie die RKW Hessen GmbH als Partner zusammengeschlossen, um gemeinsam den schnellen und effizienten Transfer von technologischem Wissen und Know-how zu ermöglichen. Gemeinsame Messeauftritte sind ein wichtiges Element im Technologietransfer. Das TTN-Hessen bietet hier eine Plattform, auf der Hochschulen und Unternehmen Kontakte knüpfen können.

Das TTN-Hessen hilft Unternehmen, Angebote der hessischen Hochschulen und Forschungsinstitute effektiv zu nutzen. Seine Mitarbeiter vermitteln Partner für Forschung und Entwicklung, beraten bei Patent- und Lizenzfragen und begleiten Kooperationsprojekte. Das TTN-Hessen wird unterstützt und kofinanziert durch die hessischen Ministerien für Wirtschaft und für Wissenschaft, die HA Hessen Agentur GmbH (Geschäftsstelle), die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs und den Europäischen Sozialfonds (ESF).

Ausführliche Beschreibungen und Ansprechpartner zu allen Exponaten der hessischen Hochschulen finden Sie auf den Internet-Seiten des TTN-Hessen unter www.ttn-hessen.de und in der Broschüre "Forschung und Innovation – CeBIT 2007".


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