Neubau erweitert exzellente Sprachforschung und Sprachtechnologie in Saarbrücken

Nach nur neun Monaten wird heute (19.7.04) am Neubau des Forschungsgebäudes für Sprachforschung und Sprachtechnologie an der Universität des Saarlandes Richtfest gefeiert. "Dieser weltweit unter den Top fünf rangierende Saarbrücker Schwerpunkt erhält damit eine Erweiterung für Forschung und Lehre", so Wissenschaftsminister Jürgen Schreier. Mit der 3,2 Mio. Euro teuren Maßnahme werde die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Geisteswissenschaften und Informatik - eine in Saarbrücken besonders fruchtbare Verbindung - nachhaltig gestärkt. Finanzstaatssekretär Gerhard Wack erläutert, dass das neue Gebäude der Sprachforschung und Sprachtechnologie künftig Raum für Forschungstätigkeiten, für die Lehre und ebenso für Präsentationen bieten wird.

19.07.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Das Gebäude, das sich gefällig zwischen das bestehende grundssanierte Gebäude der Sprachforschung und den Stadtwald einfügt, umfasst insgesamt 1 800 m². Für die Büro-, Seminar- und Besprechungsräume sowie Labore stehen rund 795 m² zur Verfügung.

"Mit dem Neubau, der unter der Projektbetreuung des Landesamtes für Bau- und Liegenschaften steht, wurde im November 2003 begonnen, die Fertigstellung des Gebäudes ist für Februar 2005 geplant", so Gerhard Wack. Damit konnten die Erwartungen der künftigen Nutzer, was die Bauzeiten anbelangt, voll erfüllt werden.

Um diese unterschiedlichen Ansprüche der verschiedenen Nutzer zu optimieren, ist das Gebäude zweigeteilt: Im Nordflügel befindet sich künftig der Bereich der Forschung. Er umfasst Büros für Professoren und wissenschaftliche Mitarbeiter, zugehörige Labore und separate Besprechungsräume. Dieser Bereich des konzentrierten Arbeitens ist durch die zentrale Halle von den übrigen, stärker von der Öffentlichkeit genutzten Flächen, räumlich getrennt. Die Halle kann später für wissenschaftliche Veranstaltungen und Präsentationen genutzt werden. Professor Manfred Pinkal, Lehrstuhl für Saarbrücker Computerlinguistik: "Sprache ist ein interdisziplinärer Forschungsgegenstand. In dem neuen Gebäude können wir Forschungen aus unterschiedlichen Richtungen zusammenführen und so den intensiven Dialog zum Thema Sprache zwischen Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften und technologisch orientierten Fächern fördern."

Für den Bereich der Lehre werden künftig Seminarräume, sowie weitere Räume mit besonderer technischer Ausstattung im Südflügel zur Verfügung stehen: ein Tonstudio, das Usabilitiy Labor und das Dialoglabor. Der angrenzende Regieraum dient der Aufzeichnung und Auswertung von Personenversuchen mittels Audio- und Videotechnik. Im Usability-Labor werden Benutzertests durchgeführt, die untersuchen, ob und wie Designkonzepte von Benutzeroberflächen vom späteren Nutzer angenommen werden. Im Dialoglabor wird das Studium des menschlichen Verhaltens von Mensch zu Mensch aber auch von Mensch zu Maschine untersucht. Durch die räumliche Trennung innerhalb des Gebäudes bleibt der Forschungsbetrieb künftig ungestört.

Wissenschaftsminister Jürgen Schreier: "Der Neubau für den interdisziplinären Forschungsschwerpunkt Sprachforschung und Sprachtechnologie ist ebenso Teil der gezielten Profilbildung der Universität wie das am heutigen Tag eröffnete Kompetenzzentrum Informatik. Gerade die Sprachwissenschaftler zeigen, dass in der einzigartigen Verknüpfung der Geistes- und Kulturwissenschaften mit den Kognitionswissenschaften und den Ingenieurwissenschaften ein Alleinstellungsmerkmal für die Universität des Saarlandes liegt."

Finanzstaatssekretär Wack betont, dass Architekten und die saarländische Bauwirtschaft erfolgreich ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt haben. "Die Landesregierung wird - trotz angespannter Haushaltslage - eine hohe Investitionsquote weiter verfolgen, weil nur so eine realistische Chance auf die Belebung der Wirtschaft besteht", so Gerhard Wack.


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