Neubau für Exzellenzcluster der Universität Gießen
Staatsministerin Silke Lautenschläger hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Stefan Hormuth, den Grundstein für den Neubau des Laborgebäudes für das "Excellence Cluster Cardio-Pulmonary System" (ECCPS) gelegt. Das einschließlich der Ersteinrichtung rund 11,7 Millionen Euro teure Projekt, das mit rund sieben Millionen Euro vom Land und etwa 4,7 Millionen Euro vom Bund finanziert wird, soll eine intensivere Forschung ermöglichen.
06.06.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und KunstDas neue Laborgebäude, das voraussichtlich im September fertig gestellt sein soll, hat eine Hauptnutzfläche von rund 1.400 Quadratmetern und umfasst insgesamt neun Labormodule. Der zweigeschossige, U-förmige Bau entsteht am Aulweg in südlicher Anbindung an das bestehende Forschungsgebäude Haus C (Gaffkystraße 11).
Staatsministerin Lautenschläger erklärte, Innovation könne nur in einem vernetzten Prozess von Aktivitäten in Bildung, Forschung und Wirtschaft entstehen, der die Ideenbildung, die Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen, die anwendungsorientierte Forschung und die Entwicklung marktfähiger Produkte einschließe. "Die Universität Gießen hat sich hier mit ihrem Konzept ,Human Life and its Resources´ ausgezeichnet positioniert." Der Erfolg des Exzellenzclusters "Kardio-Pulmonales System" im Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder belege dies eindrucksvoll.
Die Grundsteinlegung für den Neubau ist nach den Worten der Ministerin auch ein weiterer Schritt bei der Realisierung des Hochschulinvestitionsprogramms HEUREKA des Landes, für das bis 2020 insgesamt drei Milliarden Euro vorgesehen sind. "Durch HEUREKA werden sich die baulichen Bedingungen für die Naturwissenschaften, die Medizin, die Veterinärmedizin und die Geisteswissenschaften deutlich verbessern. Zur Arrondierung des Universitätsstandorts Gießen sind nach der vorliegenden Bedarfsplanung Projekte in einem Volumen von rund 440 Millionen Euro vorgesehen."
"Ich freue mich sehr, dass das Land schnell reagiert hat", sagte der Präsident der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Stefan Hormuth. "Nach dem großen Erfolg in der Exzellenzinitiative werden mit dem Neubau die Arbeitsbedingungen für die Forschung weiter verbessert. Insbesondere die Anerkennung durch den Wissenschaftsrat zeigt den hervorragenden Stellenwert der Herz-Lungen-Forschung in Gießen."
Das ECCPS wird an der Universität Gießen von Prof. Dr. Werner Seeger koordiniert. Es erforscht mit insgesamt 78 Wissenschaftlern die Ursachen und die Entwicklung neuer Therapiekonzepte bei Erkrankungen der Lunge und des Herzens. Auch das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie die Goethe-Universität Frankfurt sind am Cluster beteiligt. Grundlegendes Prinzip des ECCPS ist die integrierte Forschung, um ein Maximum an Synergie zu erreichen. Alle thematischen Projektbereiche werden organübergreifend (Aspekte der Herz- und Lungenforschung), standort- und disziplinübergreifend (Grundlagenforschung und klinische Forschung) bearbeitet.
Nähere Informationen über das Exzellenzcluster "Kardio-Pulmonales System" gibt es im Internet unter der Adresse: www.eccps.de
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