Neubauten an der Universität Rostock: 50 Mio. Euro für Informatik und Physik
Mit dem ersten Spatenstich auf dem Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Campus der Universität Rostock in der Südstadt beginnen heute (18.07.2008) umfangreiche Bauarbeiten. 5,2 Millionen Euro investiert das Land in die Infrastruktur und Flächenvorbereitung für die neuen Institutsgebäude der Informatik und Physik. Rund 50 Millionen Euro sind für den Neubau der beiden Institute geplant.
18.07.2008 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern"Eine attraktive Universität zieht nicht nur kreatives Potenzial an, sie ist ein Impulsgeber für die wirtschaftliche Entwicklung", sagte Bauminister Dr. Otto Ebnet. "Über Kooperationen mit der Wirtschaft ist die Universität ein Standortfaktor und Argument für weitere Ansiedlungen." Der erste Spatenstich für die Erweiterung des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Campus ist nicht nur ein Meilenstein für die Universität Rostock, "sondern auch ein Meilenstein für die wirtschaftliche Entwicklung des ganzen Landes", sagte Ebnet. "Die Universität hat sich auf einen mutigen Weg gemacht und ihre drei Profillinien definiert, die alle mit den heute beginnenden Investitionsvorhaben zusammenhängen: Science and Technology of Life, Light and Matter, Maritime Systems und Aging Science and Humanities. Dieser Weg der Profilierung wird vom Land ohne jede Einschränkung unterstützt", sagte Bildungsminister Henry Tesch.
Mit dem Institut für Informatik und dem Rechen- und Medienzentrum startet im März 2009 eines der großen Bauvorhaben an der Universität, das 21,3 Millionen Euro kosten wird. Für den Neubau des Institutsgebäudes der Physik sind 28,6 Millionen Euro vorgesehen. Baustart wird hier voraussichtlich November 2010 sein. Der Architektenwettbewerb steht kurz vor seinem Abschluss. "Die Physik und die Informatik als grundlegende Wissenschaft der Informationsübertragung bilden gewissermaßen den harten Kern, ohne den keine Wissenschaft mehr auskommt", so Bildungsminister Tesch.
Bevor die Bauarbeiten beginnen, müssen eine Erschließungsstraße angelegt, eine zentrale Fernwärmeleitung auf einer Länge von 400 Metern umgeschwenkt, Medien verlegt, zwei Trafostationen errichtet und Datenübertragungskabel für das gesamte Campus-Gelände verlegt werden.
In wenigen Jahren wird der Südstadt-Campus die Dimensionen einer Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Universität angenommen haben. Dann vereinen sich hier: Biologie und Chemie (2002 fertig gestellt), Informatik mit Rechen- und Medienzentrum, Physik, Maschinenbau und Schiffstechnik, Elektro- und Informationstechnik, Leibniz-Institut für Katalyse, Fraunhofer Anwendungszentrum für Großstrukturen, Universitätszentralbibliothek und Mensa. "Hier entsteht ein Zukunftsstandort. Wenn er bei Studenten, Wissenschaftlern und in der Wirtschaft gleichermaßen zu einer ersten Adresse wird, dann haben wir unsere Aufgabe erfüllt", sagte Ebnet.
Das Land und die Universität Rostock haben eine Zielvereinbarung für die nächsten Jahre geschlossen. Bis 2010 sollen einige große Bauvorhaben entweder begonnen bzw. zum Abschluss gebracht werden. "Wir werden unseren Teil erfüllen", so Ebnet. "So stelle ich mir Kooperation vor und ich bin zuversichtlich, dass wir diesen Weg gemeinsam und erfolgreich mit der Universität gehen werden", sagte Tesch.
Parallel zu den Neubauprojekten wird die Grundsanierung der Gebäude der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik fortgesetzt. Im nächsten Jahr beginnt die Grundsanierung des Universitätshauptgebäudes. Damit diese reibungslos verläuft, erfolgt zuvor die Herrichtung des Hauses 3 in der Ulmenkaserne, die als Ausweichquartier dienen wird.
In den Ausbau der Universität Rostock wurden seit 1991 fast 470 Millionen Euro investiert. In sämtliche Hochschulen des Landes flossen in diesem Zeitraum über 1,1 Milliarden Euro. Das Bauumsatzvolumen im Hochschulbau wird sich von derzeit 32 Prozent in den nächsten Jahren auf 38,5 Prozent erhöhen. "Damit geben wir ein deutliches Signal, welchen Stellenwert wir der Entwicklung der Universitäten des Landes beimessen", sagte Ebnet.
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