Neues Max-Planck-Institut: Was ist schön?
(dpa) – Ein neues Forschungsinstitut der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) will in Frankfurt der Schönheit wissenschaftlich auf den Grund gehen.
17.07.2012 ArtikelIn dem im Juni beschlossenen Institut für empirische Ästhetik wolle man mit wissenschaftlichen Methoden klären, "welche psychischen, neuronalen und soziokulturellen Grundlagen ästhetische Empfindungen und Urteile beim Menschen haben", teilte die Max-Planck-Gesellschaft in München mit. So gehe es um die Frage, warum Menschen Musik oder Literatur je nach Kultur, Epoche und persönlichen Vorlieben als unterschiedlich schön oder unschön empfänden.
Das Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik werde "eine ganz neue Forschungsrichtung in Deutschland etablieren", sagte MPG-Präsident Peter Gruss. Er erhofft sich davon auch Impulse für die Lern- und die Erziehungsforschung.
Die geschätzten Kosten wurden mit 19 Millionen Euro für die Erstausstattung und jährlich rund 10 Millionen Euro für den Betrieb angegeben. Das Institut werde mit 45 Millionen Euro vom Land Hessen mitfinanziert, hieß es. Vier Wissenschaftler sollen das Institut leiten, sie sollen aus Literatur-, Musik-, Hirnforschung und Sozialwissenschaften kommen.
(dpa-Dossier Bildung Forschung Nr. 29/2012 vom 16. Juli 2012)
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