"Reform der Lehrerausbildung ist ein Billigmodell"
Zur geplanten Reform der Lehrerausbildung bemerkt Gabriele Andretta, stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion:
17.05.2011 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands"Die Landesregierung hat einen Reformversuch vorgelegt, der den Anforderungen an eine zukunftsfeste Lehrerbildung nicht gerecht wird. Schwarz-Gelb hält an der Aufspaltung der Lehrämter für Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien fest und versucht, damit das antiquierte dreigliedrige Schulsystem zu retten.
Die Forderung nach mehr Praxisbezug im Studium ist richtig, aber die ausbildenden Hochschulen brauchen dafür Konzepte und zusätzliche Ressourcen. Studierende ohne intensive wissenschaftliche Begleitung und Betreuung in die Schulen ausschwirren zu lassen, ist für die Ausbildung kein Gewinn und für die betreuenden Schulen eine zusätzliche Belastung. Schleierhaft bleibt, warum der als notwendig erkannte Praxisbezug nicht für das Lehramt an Gymnasien gleichermaßen gelten soll.
Statt eine echte Reform der Lehrerbildung zu wagen, eine Integration der ersten und zweiten Ausbildungsphase anzustreben und an den Hochschulen Lehrerbildungszentren auszubauen, wird ein Billigmodell auf den Weg gebracht. Mehr Praxis gibt es aber nicht zum Nulltarif. Die Lehrerbildung bleibt auch zukünftig eine Großbaustelle in Niedersachsen."
- Reform der Lehrerausbildung getrennt nach Schulformen inkonsequent
- Kein großer Wurf, kaum ein erster Schritt
- Fünfjährige Studienzeit für alle Lehrämter
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