Hessen

Regionalkonferenz Duales Studium Hessen in Rüsselsheim

Regionale Kooperationen sind für das Duale Studium von besonderer Bedeutung. Das wurde bei der „Regionalkonferenz Duales Studium Hessen“ in Rüsselsheim hervorgehoben, bei der 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die aktuelle Situation des Dualen Studiums und dessen Ausbaupotenziale im Kreis Groß-Gerau diskutiert haben.

10.09.2010 Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

Der für Hochschulen und Forschung zuständige Abteilungsleiter im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Dr. Rolf Bernhardt, hob hervor, dass das Ministerium das Duale Studium als besonders erfolgreiches und zukunftsträchtiges Modell vielfältig unterstütze. Die dualen Studiengänge mit internationalen Hochschulabschlüssen (Bachelor und Master) verbinden Theorie und Praxis und vermitteln den Absolventen zusätzlich wichtige Schnittstellenkompetenzen. Ein großes Zukunftsthema seien dabei nicht zuletzt die regionalen Kooperationen: „Ein Ziel ist, dass sich eine hessische Region für ein abgestimmtes Angebot an dualen Studiengängen insgesamt verantwortlich fühlt.“

Thomas Will, Landrat des Kreises Groß-Gerau sagte: „Gelingende Bildung ist eine der Grundvoraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Das Thema Bildung und der individuelle Erfolg auf diesem Weg begleiten die Menschen ein Leben lang. Wir beobachten seit Jahren einen steigenden Trend der Jugendlichen hin zu so genannter höherwertiger Bildung. Junge Menschen tun also bereits das, wozu sie die Bildungsforschung oder die Wirtschaft aufrufen. Erklärtes Ziel des Kreises Groß-Gerau ist es, dazu beizutragen einen möglichst qualifizierten Zugang zu Bildung und Ausbildung zu eröffnen. Das duale Studium halte ich sowohl für Betriebe als auch für Beschäftigte interessant. Im Kreis Groß-Gerau gibt es bereits erste Ansätze: die beruflichen Schulen im Kreis Groß-Gerau sind daran interessiert, Kooperationen aufzubauen; oder ganz konkret das Beispiel für eine Kooperation ist die Weiterbildung zum Systemtechniker Elektromobilität zwischen der Opel AG und der IHK Darmstadt. Aber hier besteht noch viel Potential auch in Richtung reiner Verbünde von Unternehmen und Hochschule.“

Dr. Roland Lentz, Geschäftsbereichsleiter Innovation und Umwelt der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar hob hervor: „Für Unternehmen sind duale Studienangebote ein innovatives Instrument, um Fachkräftenachwuchs praxisnah und zugleich auf akademischem Niveau auszubilden und an das Unternehmen zu binden. Zudem bieten sie hervorragende Möglichkeiten zur Stärkung des Technologie- und Wissenstransfers. Die IHK setzt sich dafür ein, dass unsere Unternehmen bei Hochschulen und Berufsakademien in der Region die auf ihre Bedarfe zugeschnittenen Angebote finden. Gemeinsam mit den Studienanbietern werden wir duale Studienzentren aufbauen.“

Kurt Röder, Leiter der Wirtschaftsförderung Rüsselsheim, ergänzte: „Für den Wirtschaftsstandort Rüsselsheim sind Fachkräfte von enormer Bedeutung. Immerhin 25 Prozent aller Arbeitsplätze in Rüsselsheim sind dem Bereich F&E zuzuordnen. Das duale Studium ist auch für Unternehmen eine gute Möglichkeit, frühzeitig Fachkräfte zu rekrutieren und in ihrem Betrieb auszubilden. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Rüsselsheim begrüßt es, dass sich das Kampagnenbüro entschieden hat, die Regionalkonferenz Duales Studium Hessen in diesem Jahr in Rüsselsheim auszurichten, da dies den Wirtschaftsstandort stärkt und die Vielfalt in der Bildungslandschaft aufzeigt.“

Die Dialogreihe „Regionalkonferenz Duales Studium Hessen“ ist Teil der vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung in Kooperation mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst initiierten Kampagne „Duales Studium Hessen“. Weitere Informationen im Internet unter der Adresse www.dualesstudium-hessen.de.


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