Rektoren fordern zeitgemäße Anpassung der Lehrerausbildung

(bikl) Ein eigenes Lehramt für die Grundschule und die Pädagogik der frühen Kindheit hat jetzt der Sprecher der Landesrektorenkonferenz der Pädagogischen Hochschulen (PH) in Baden-Württemberg, Wolfgang Schwark, vorgeschlagen.

19.04.2007 Baden-Württemberg Artikel

Laut Stuttgarter Nachrichten erklärte Schwark, der Rektor der PH Freiburg ist, dieser neue Studiengang müsse außerdem mit einem Numerus Clausus versehen werden. In einem weiteren Studiengang sollten dann die Lehrämter für Haupt- und Realschule zusammengefasst werden. Solch ein einheitlicher Studiengang eröffne die Chance für Kooperationen der Haupt- und Realschulen. Außerdem sei es an der Zeit, das mehrgliedrige Schulsystem auf den Prüfstand zu stellen.

Derzeit, so Schwark, entscheide sich bei einem einheitlichen Studiengang für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen nur ein Fünftel für den Studienschwerpunkt Hauptschule. Die Folge: Jeder zweite Absolvent mit dem Schwerpunkt Grundschule unterrichte anschließend in der Hauptschule und fühle sich nicht ausreichend ausgebildet.

Zudem forderte Schwark eine einheitliche Bezahlung für die Lehrer an Haupt- und Realschulen. Die Einkommensdifferenz betrage derzeit 200 bis 300 Euro im Monat. "Es ist absolut unverständlich, dass Hauptschullehrer mit der höchsten Unterrichtsverpflichtung und den schwierigsten Schülern am schlechtesten bezahlt werden," wird Schwark zitiert.

Die Vorschläge Schwarks wurden von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) begrüßt.


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