Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland beraten das Land bei der Förderung der Forschungsschwerpunkte

Das 2006 gegründete Wissenschaftszentrum des Landes Sachsen-Anhalt hat erstmals alle wissenschaftlichen Beiräte der Forschungsschwerpunkte zu einem gemeinsamen Kolloquium in die Lutherstadt Wittenberg eingeladen. Ziel ist ein Austausch über den bisher erreichten Stand und zukünftige Wege bei der Neustrukturierung der Forschungsförderung. Über 35 renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland beraten das Land beim Aufbau der Forschungsschwerpunkte.

21.03.2007 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz betonte in seiner Begrüßungsrede an die wissenschaftlichen Beiräte, Eigenverantwortung und Qualitätssicherung seien die Maßstäbe der zukünftigen Forschungsförderung. " Die wissenschaftlichen Beiräte ergänzen mit ihren, im Kern wissenschaftsintern organisierten Einwirkungen auf die Entwicklung der Schwerpunkte im Zusammenwirken mit den Sprechern den Ansatz von mehr Autonomie und Eigenverantwortung", so der Minister.

Professor Dr. Klaus Erich Pollmann, Vorsitzender des Vorstandes des WZW: "Der wichtigste Zweck des heutigen Workshops ist der Austausch über das Funktionieren der wissenschaftsinternen Beratung, Evaluierung und Qualitätswahrung."

Das Land Sachsen-Anhalt hatte 2005 die Offensive Netzwerke Wissenschaftlicher Exzellenz in Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen. Für einen Zeitraum von 5 Jahren sollen Forschungsschwerpunkte gefördert werden, um deren Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit – insbesondere beim Einwerben von sog. Drittmitteln aus der Wirtschaft aber auch von der Europäischen Union und aus Bundesprogrammen zu erhöhen. Die geförderten Schwerpunkte müssen im Rahmen einer intensiven Qualitätssicherung ständig ihre Fortschritte unter Beweis stellen. Ein wesentliches Element dieser Qualitätssicherung sind die wissenschaftlichen Beiräte der einzelnen Schwerpunkte. Sie beraten die in den Schwerpunkten tätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei Fragen der strategischen Ausrichtung und des gezielten Einsatzes von Fördermitteln.

Zum Hintergrund: Im Rahmen der Exzellenzoffensive des Landes werden derzeit folgende Schwerpunkte gefördert:

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg:

  • Materialwissenschaften – Nanostrukturierte Materialien in Kooperation mit: Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik Halle und Fraunhofer Institut für Werkstoffmechanik Halle

  • Biowissenschaften – Struktur und Mechanismen der biologischen Informationsverarbeitung in Kooperation mi: Max-Planck-Forschungsstelle für Enzymologie der Proteinfaltung Halle, Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie Halle und Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung Gatersleben

    • Graduiertenzentrum Asien und Afrika in globalen Bezugssystemen in Kooperation mit: Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung Halle

  • "Aufklärung, Religion, Wissen – Transformationen des Religiösen und des Rationalen in der Moderne."

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg:

  • Neurowissenschaften in Kooperation mit: Leibniz-Institut für Neurobiologie Magdeburg
  • Dynamik komplexer Systeme in Kooperation mit: Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg

Kompetenznetzwerk für angewandte und transferorientierte Forschung der Fachhochschulen unter Beteiligung der:

  • Hochschule Anhalt (FH): Kompetenzzentrum Life Science

  • Hochschule Harz (FH): Kompetenzzentrum Information und Kommunikationstechnologien/ Tourismus/ Dienstleistungen

  • Hochschule Magdeburg-Stendal (FH): Kompetenzzentrum Nachwachsende Rohstoffe/ Innovative Werkstoffe

  • Hochschule Merseburg (FH): Kompetenzzentrum Chemie und Kunststoffe


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