Rheinland-Pfalz baut Forschungsinfrastruktur im Land weiter aus
Rheinland-Pfalz möchte seine Wettbewerbsfähigkeit in Forschung und Technologie weiter erhöhen. In ihrem Grußwort zu Beginn des 17. Technologie- und Innovationsforums warb Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, für eine neue Innovationskultur und eine engere Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft.
02.04.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzBei der eintägigen Veranstaltung der Industrie- und Handelskammer für die Pfalz, der Technischen Universität Kaiserslautern und der Fachhochschule Kaiserslautern kündigte Ahnen massive Anstrengungen des Landes in diesem Bereich an. Wissenschaftlicher Fortschritt und neue Technologien sollten als Chance für die Entwicklung der Gesellschaft und die langfristige Sicherung des wirtschaftlichen Erfolgs begriffen werden.
Das Wissenschaftsministerium habe eine neue Strategie entwickelt, die Forschungs- und Technologieförderung stärker miteinander zu verzahnen, um eine solche Innovationskultur voranzutreiben. Neben der Stärkung der für den Wissens- und Technologietransfer wichtigen Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen und Forschungseinrichtungen stehe dabei die Verbesserung der Austauschprozesse zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und die Stärkung der Innovationsfähigkeit insbesondere von Klein- und Mittelbetrieben im Vordergrund.
Die verschiedenen Fördermaßnahmen des Ministeriums setzten an sechs zentralen Handlungsfeldern an, die, um nur einige zu nennen, von der Stärkung von Schlüsseltechnologien und Innovationsfeldern etwa im Bereich der I&K-Technologie oder der Material- und Werkstoffforschung, der Förderung von Existenzgründungen und der Förderung des Fachkräftenachwuchses bis zum konkreten Auf- und Ausbau von Netzwerken und regionalen Clustern zwischen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen etwa in den Bereichen Nutzfahrzeugtechnologie oder Optische Technologien reichen.
"Wir werden aus dem mit 200 Millionen Euro ausgestatten Sondervermögen Wissen schafft Zukunft II sowohl die Grundausstattung der Hochschulen als auch gezielte Schwerpunkte fördern", sagte Ahnen bei der Fachveranstaltung an der TU Kaiserslautern. Das Geld werde gezielt in die Spitzenforschung, den Ausbau der Forschungsinfrastruktur sowie die regionale Kooperation von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Unternehmen investiert, sagte Ahnen.
Darüber hinaus habe Rheinland-Pfalz mit dem neuen EFRE-Programm (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) die Möglichkeit, wirtschaftsorientierte Aktivitäten seiner Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu unterstützen. Dazu gehöre nicht nur der Ausbau zukunftsweisender Technologien, sondern auch die synergetische Vernetzung aller wesentlichen Akteure und nicht zuletzt eine noch bessere Qualifizierung der Hochschulabsolventinnen und –absolventen auch und gerade für die Praxis.
"Für diese auch der Wirtschaft zugute kommenden Aktivitäten sind alleine im Ressortbereich des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur EU-Mittel in Höhe von fast 30 Millionen Euro vorgesehen, die wir mit weiteren Geldern vom Land gegenfinanzieren werden", erläuterte die Ministerin.
Bei der neuen Innovationskultur komme einem noch engeren Austausch von Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Gerade vor diesem Hintergrund sei der Dialog zwischen den beteiligten Akteurinnen und Akteuren, wie ihn das Technologie- und Innovationsforum initiiere, so wichtig. "Das Forum hat sich längst von einer regionalen Veranstaltung zu einem für Rheinland-Pfalz einzigartigen Forum für Technologie und Innovation mit Wirkungen weit über die Landesgrenzen hinaus entwickelt, wie übrigens auch die Besucher- und Ausstellerzahlen belegen", lobte die Ministerin.
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