Rheinland-Pfalz startet IP-Telefonie für Hochschulen

Unter Federführung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz starten die rheinland-pfälzischen Hochschulen ein Pilotprojekt mit dem Telekommunikationsunternehmen Arcor. Ziel ist es, den Telefondienst sukzessive per "Voice over IP" über das Internet abzuwickeln - und damit kräftig zu sparen. Das gaben die Partner heute bekannt.

10.03.2006 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Voice over IP macht landesweit die Kommunikation der staatlichen und anderen öffentlichen Einrichtungen noch schneller, besser und effizienter. Wir stehen damit im Bereich der Bildungsnetze an der Spitze der Bundesländer", bewertete Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur von Rheinland-Pfalz, das Projekt.

"Für Rheinland-Pfalz realisieren wir das Herzstück des Hochschulnetzes. Die neue Kooperation bei der IP-Telefonie knüpft an unsere Zusammenarbeit mit dem Bundesland an und zeigt, wie Hochschulen durch den Einsatz neuer Daten- und Sprachdienste ihre Effizienz steigern und sich dadurch im Wettbewerb der Forschungsstandorte profilieren können", begründete Kay Schwabedal, Vorstand Operations der Arcor AG & Co. KG, das Engagement des Unternehmens.

Rheinland-Pfalz betreibt seit Anfang 2005 ein leistungsfähiges Hochschulnetz. An die moderne Infrastruktur sind alle Universitäten und Fachhochschulen des Landes angeschlossen. Die Bildungseinrichtungen verbindet ein Hochgeschwindigkeits-Transportnetz, das auf der Glasfaserinfrastruktur von Arcor basiert. Mit der Einführung von Internet-Telefonie weiten Rheinland-Pfalz und Arcor jetzt ihre Partnerschaft aus.

Der Bedarf an Übertragungsbandbreiten wächst in den kommenden Jahren dramatisch. Den Wissenschaftseinrichtungen bietet das Hochschulnetz ein Höchstmaß an Flexibilität bei der Erweiterung von Kapazitäten. Gleichzeitig wird durch die Ringstruktur des Netzes ein Maximum an Ausfallsicherheit realisiert.

Durch die Kooperation mit Arcor können die Hochschulen ihre Telefoniekosten deutlich senken. Auch die mehr als 100.000 Studierenden in Rheinland-Pfalz sollen künftig von der IP-Telefonie profitieren.

Arcor setzt beim Hochschulprojekt einen IP-Anlagenanschluss ein, über den Telefongespräche via "Voice over IP" in das öffentliche Sprachnetz weitergeleitet werden. In einem zweiten Schritt erhalten die Bildungsreinrichtungen die Option, ihre herkömmlichen Telekommunikationsanlagen gegen eine "virtuelle" Version auszutauschen, bei der sämtliche Funktionen im Arcor-Netz integriert sind. Das spart zusätzliche Kosten.

Professor Dr. Klaus Merle, Leiter des Zentrums für Datenverarbeitung der Universität Mainz und dort für das Projekt verantwortlich, stellte die Kooperation heute auf der Computermesse CeBIT in Hannover vor (14.30 Uhr, Halle 9, Rheinland-Pfalz-Stand).


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