Rippel: Ingenieursausbildung stärken!
Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Rippel will die Ingenieursausbildung im Saarland stärken und ausbauen. "Dazu will die Landesregierung ein neues Mechatronik - Forschungs- und Technologietransferzentrum errichten. Wissenschaftler der Universität, der Fachhochschule und der Forschungsinstitute können dort gemeinsam mit der Industrie an Projekten arbeiten", erklärte Rippel vor der Landespressekonferenz am Dienstag, 25. September 2007.
26.09.2007 Saarland Pressemeldung Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr des SaarlandesRippel: "Der Bedarf an Fachkräften wird in den nächsten Jahren zunehmen. Mit dem Ausbau der Ingenieursausbildung beugen wir Engpässen vor und sichern langfristiges Wachstum der Saarwirtschaft." Der Qualifikationsbedarf richte sich zukünftig an den Anforderungen der zusammenwachsenden Technologien und Fachgebiete aus. Mechatronik und Automatisierungstechnik sieht Rippel als Innovationstreiber für die Standortentwicklung des Saarlandes. Die am Mechatronik - Forschungs- und Technologietransferzentrum beteiligten Wissenschaftler würden nicht aus ihren angestammten Hochschulen herausgelöst und könnten dennoch einfacher kooperieren. Wichtige Verbindungen innerhalb der Hochschulen zu verwandten Forschungsbereichen blieben erhalten.
Weiterhin setzt Rippel auf eine stärkere Kooperation zwischen Universität, Fachhochschule und Unternehmen, um die Attraktivität der Ingenieurausbildung im Saarland zu erhöhen und Synergien zu nutzen. Bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote für im Berufsleben stehende Ingenieure könnten berufsbegleitend und nachfrageorientiert entwickelt werden.
Hintergrund:
Die Automatisierungstechnik gehört zu den wichtigsten Branchen der Saarindustrie. Fach- und branchenübergreifend beschäftigt sie sich mit der Optimierung und Überwachung technischer Prozesse.
Die Mechatronik verbindet dabei die Felder der Fluidtechnik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Robotik, Messtechnik, Sensortechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Informatik. Die Branche ist breit gefächert und umfasst neben kleinen- und mittleren Unternehmen auch einige Großunternehmen. Die exportorientierte Branche weist eine mittelständisch geprägte Struktur auf. In der Regel liegt der Firmensitz in der Region und damit auch die Entwicklungs- und Konstruktionsressourcen.
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