Sachsens Hochschulen verzeichnen Zuwachs bei ausländischen Promovenden

Sachsens Hochschulen verzeichnen einen Zuwachs bei ausländischen Promovenden. Darüber informiert heute Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange. Demnach hätten im Jahr 2007 mehr als 160 ausländische Studierende eine Promotion an einer sächsischen Hochschule erfolgreich abgeschlossen, darunter Studierende aus Ägypten, China, Tschechien, Estland oder Italien. Demgegenüber standen im Jahr 2005 knapp 150 erfolgreich abgeschlossene Promotionen.

28.01.2009 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

"Die Internationalisierung der Hochschulen ist abhängig von der Attraktivität ihrer Angebote für junge Menschen aus dem Ausland. Sie sind auch Botschafter für das deutsche Hochschulsystem", so die Ministerin. Zudem werde Sachsen aus eigener Kraft nicht in der Lage sein, den Ersatz- und Zusatzbedarf an Akademikern und Akademikerinnen sowohl bei Ingenieuren als auch bei Ärzten, Lehrern oder Wissenschaftlern in den kommenden Jahren zu sichern.

Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auf Prognosen des Zentrums für demografischer Wandel der TU Dresden. Demnach fehlen mit Blick auf die Absolventenzahlen ab 2015 in Sachsen bis zu 27 000 Akademiker. (Studie: Hochschulen im demografischen Wandel. Die Lage in Sachsen. Winfried Killisch / Karl Lenz Dresden, 2008) Sie appelliere daher an die sächsische Wirtschaft und Wissenschaft, so Stange, gut ausgebildete junge Leute im Land zu halten und ihnen Perspektiven zu bieten, "denn sie werden hier dringend gebraucht." Im Wintersemester 2007/08 waren mehr als 10. 000 ausländische Studierende an Sachsens Hochschulen eingeschrieben (Quelle: Statistisches Landesamt). Der Freistaat sei gut beraten, die Türen seiner Hochschulen für ausländische Studierende auch zukünftig weit zu öffnen und Weltoffenheit damit konkret zu praktizieren.


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