Senat für mehr Forschung über gleichgeschlechtliche Lebensweisen
Die Senatsverwaltungen Wissenschaft, Forschung, Kultur sowie Bildung, Jugend und Sport veranstalteten am 8. Juni 2004 ein Symposium mit Vertreterinnen und Vertretern der Berliner Hochschulen über "die Lebenssituation von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgenderpersonen als Gegenstand von Forschung und Lehre an Berliner Hochschulen".
09.06.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)Experten berichteten über den Stand der Forschung: Dr. Andreas Pretzel, Historiker und Mitglied der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft, gab einen Überblick zur Verfolgung Homosexueller in der deutschen Geschichte. Die Soziologin Dr. Ulrike Hänsch informierte über den Stand der deutschsprachigen Lesbenforschung, Professor Dr. Rüdiger Lautmann von der Universität Bremen über die Schwulenforschung.
Bisher werden an Berliner Hochschulen die verschiedenen Formen sexueller Identitäten und Lebensweisen an einzelnen Instituten thematisiert - wie eine Kleine Anfrage im Abgeordnetenhaus ergab (KA 15-705). Es fehlt jedoch bisher eine hochschulübergreifende Koordination und eine systematische Berücksichtigung des Themenfeldes "gleichgeschlechtliche Lebensweisen" in Lehre und Forschung. Besonders in der Lehrerbildung ist auffällig, dass der Themenbereich gleichgeschlechtliche Lebensweisen zu wenig Berücksichtigung findet.
Senator Dr. Thomas Flierl hierzu: "Es gibt immer noch weiße Flecken in Forschung und Lehre zu gleichgeschlechtlichen Lebensweisen und ich möchte die Hochschulen zu verstärktem Engagement auf diesem Gebiet ermutigen."
Die Senatsverwaltungen und die Hochschulen vereinbarten einen regelmäßigen Informations- und Erfahrungsaustausch mit dem Ziel, die gleichgeschlechtlichen Lebensweisen zum Gegenstand von Forschung und Lehre an den Berliner Hochschulen weiterzuentwickeln. Eine Dokumentation der Veranstaltung ist bei SenBJS erhältlich.
Keine Kommentare vorhanden