Staatssekretär de Jager zu geplanten "Aktionen" der Kieler Universität: "Uni ruft zum Protest gegen Beschluss ihrer eigenen Prorektoren auf"

Zu den angekündigten Protest-Aktionen der Kieler Christian-Albrechts-Universität (CAU), mit denen während der Kieler Woche gegen das geplante neue Hochschulgesetz demonstriert werden soll, sagte Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager heute (14. Juni) in Kiel:

14.06.2006 Schleswig-Holstein Pressemeldung Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Schleswig-Holstein

"Es ist schon äußerst befremdlich, wenn das Rektorat der CAU gemeinsam mit dem AStA Protest-Aktionen gegen ein Hochschulgesetz ankündigt, das sich nach umfangreichen Beratungen mit allen Beteiligten derzeit noch in der Abstimmung befindet und erst am 4. Juli im Kabinett beraten wird. Noch irritierender ist der Aufruf zum Protest für mich aber angesichts der Tatsache, dass beide Prorektoren der CAU am 7. März dem vorliegenden Kompromiss-Vorschlag eines Universitätsrates zugestimmt haben, den sie nun attackieren.

Dies lässt für mich nur zwei Rückschlüsse zu: Entweder haben die Aussagen der Prorektoren eine bedenklich kurze Halbwertzeit. Oder die Prorektoren sind nicht in der Lage, ihre eigenen Positionen in ihrer Hochschule durchzusetzen. In beiden Fällen zeigt sich die CAU nicht als verlässlicher Ansprechpartner."


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