Starker Andrang an Bayerns Hochschulen durch doppelten Abiturientenjahrgang
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, begannen nach ersten vorläufigen Meldungen der Hochschulen im Sommersemester fast 17 000 junge Menschen ein Studium oder immatrikulierten sich für ein spezielles Studienangebot. Damit hat sich die Zahl der Studienanfänger gegenüber dem Sommersemester des Vorjahres (4 937) mehr als verdreifacht.
05.05.2011 PressemeldungRund ein Fünftel aller Anfänger (3 442 oder 20,4 Prozent) immatrikulierte sich in speziellen Studienangeboten, mit denen die Zeit bis zum Beginn des regulären Wunschstudiums im kommenden Wintersemester überbrückt werden kann. In diesem Jahr strömen in Bayern zwei Abiturientenjahrgänge an die Hochschulen. Am 2. Mai erhielten rund 36 400 Absolventinnen und Absolventen des letzten G9-Jahrgangs ihre Abiturzeugnisse. Für den ersten G8-Jahrgang beginnen die Abiturprüfungen am 13. Mai mit dem schriftlichen Teil.
Um den Studienbeginn zu entzerren, konnten sich die G9-Abiturienten mit einem vorläufigen Bewerbungszeugnis bereits für das Sommersemester 2011 an einer bayerischen Hochschule bewerben. Dementsprechend stark war der Andrang der Studienanfänger mit 16 834 jungen Menschen. In den zehn Jahren davor bewegte sich die Zahl der Erstimmatrikulationen im Sommersemester dagegen zwischen 4 200 und 4 900. Im Vergleich zum vorangegangenen Sommersemester (4 937 Erstimmatrikulierte) stieg die Zahl der Anfänger damit um 241 Prozent. Der überwiegende Teil der Anfänger (13 392 oder 79,6 Prozent) immatrikulierte sich in einem regulären Studiengang. Daneben nahmen 3 442 junge Menschen die speziellen Studienangebote in Anspruch, die von den bayerischen Hochschulen vor allem für die Abiturienten angeboten werden, deren Wunschstudiengang erst im Wintersemester beginnt. In diesen Überbrückungsangeboten werden u. a. studienvorbereitende Veranstaltungen durchgeführt, wobei Leistungen erbracht werden, die auf das spätere Studium angerechnet werden können.
An den bayerischen Universitäten haben im laufenden Sommersemester 9 713 junge Frauen und Männer ein reguläres Studium begonnen. Das waren gut dreimal so viele wie im entsprechenden Semester des Vorjahres (2 949). Daneben gab es hier noch 2 544 Immatrikulationen in den speziellen Studienangeboten. An den bayerischen Fachhochschulen fiel in den regulären Studiengängen der Andrang der Erstsemester deutlich schwächer aus. Hier wurden mit 3 464 nur etwa doppelt so viele Anfänger in regulären Studiengängen registriert wie im Sommersemester 2010 (1 789). Spezielle Studienangebote werden von 898 Erstimmatrikulierten in Anspruch genommen. Der Anteil der Anfänger in Überbrückungsangeboten an allen Erstimmatrikulierten lag an den Fachhochschulen bei 20,6 Prozent und an den Universitäten bei 20,8 Prozent.
Die Ergebnisse für die einzelnen Hochschulen können im Internetangebot des Landesamts unter www.statistik.bayern.de/statistik/hochschulen/ heruntergeladen werden.
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