Stiftungsuniversität in Bremen ohne Kritik und Studierende?
Auf der Veranstaltung der Unifreunde Bremen e.V. am Dienstag den 10. Juni 2008 werden sowohl kritische Stimmen als auch die Studierenden auf dem Podium fehlen. Zumindest für den offiziellen Teil der "Diskussions"-Veranstaltung ist in diesem Sinne keine Mitsprache eingeplant, was die inhaltliche Ausgewogenheit der Diskussion in Frage stellt. Die TeilnehmerInnenzahl ist darüber hinaus beschränkt, was studentische Teilnahme ebenfalls behindert.
09.06.2008 Bremen Pressemeldung GEW BremenAuch die Auswahl der eingeladenen ReferentInnen legt den Schluss nahe, dass hier eine reine Werbeveranstaltung zum Thema "Stiftungsuniversität in Bremen" stattfinden soll. Daher wird es wohl keinen offenen Ausgang der Diskussion geben. Zwei der Referenten (Markus Hoppe und Hilmar Kopper) sind Vertreter von Stiftungsuniversitäten. Die politischen Referentinnen (Renate Jürgens-Pieper und Michael Stückradt) vertreten Behörden, die den Universitäten seit langem mehr "Eigenverantwortung" geben wollen, wobei damit meistens Etatkürzungen gemeint sind. Universitäts-Rektor Wilfried Müller gab im Akademischen Senat am 28. Mai noch an, keine Meinung zu diesem Thema zu haben. Glücklicherweise wird er erst nach der Senatorin für Bildung und Wissenschaft sprechen, um diese Meinungslücke füllen zu können. Das Schlusswort ist Bengt Beutler vorbehalten, dessen Verein der Uni"freunde" die Veranstaltung organisiert, also für die Auswahl der ReferentInnen verantwortlich ist.
Der AStA der Universität Bremen wartet gespannt, welche Argumente vorgetragen werden und kündigt Widerstand gegen jede Form der Umwandlung der Universität in eine Stiftungsuniversität oder sonstige Privatisierungen an.
Der Verein Unifreunde Bremen e.V. lädt am Dienstag den 10. Juni 2008 um 18 Uhr zu einer Veranstaltung unter dem Titel "Conrad-Naber-Lecture Visionen: Zukunftsmodell Stiftungsuniversität Bremen?" in das Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4-5, 28195 Bremen ein.
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