Studentenwohnheime

Studentenwerke: Studentenwohnheimbau in allen Ländern mit Zuschüssen fördern!

- Studierendenhoch und Aussetzung der Wehrpflicht: Studentenwerke fordern stärkere Unterstützung der Länder für Studentenwohnheime - Vorbild Bayern: bis zu 25.000 Euro Zuschuss pro Wohnheimplatz

01.12.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

Angesichts neuer Rekordzahlen bei den Erstsemestern und steigenden Studierendenzahlen fordern die Studentenwerke mehr Unterstützung der Länder für den Bau von Studentenwohnheimen. Auf ihrer Jahresversammlung am 30. November und 1. Dezember 2010 in Berlin appellierten die im Deutschen Studentenwerk (DSW) organisierten 58 Studentenwerke an die Länder, ihnen Zuschüsse für den Studentenwohnheimbau zur Verfügung zu stellen.

Als Vorbild bei den Studentenwerken gilt Bayern. Der Freistaat stellt derzeit bis zu 25.000 Euro pro Studentenwohnheimplatz als zinsloses, nicht rückzahlbares Darlehen – also faktisch als Zuschuss – zur Verfügung.

"Daran sollten sich die anderen Länder ein Beispiel nehmen", sagte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde. Er würdigte gleichzeitig die Bereitschaft Baden-Württembergs und Thüringens, die den Wohnheimbau der Studentenwerke ebenfalls mit Zuschüssen aus Landesprogrammen unterstützen, sowie Brandenburgs, wo der Neubau von Studentenwohnheimen mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II gefördert wird.

"Das Wohnheim ist die günstigste Wohnform außerhalb des Elternhauses", erklärte Meyer auf der Heyde, "und ist besonders beliebt bei Studienanfängern". Er geht von einem "dauerhaft höheren Bedarf" in den kommenden Jahren aus, gerade angesichts der geburtenstarken Jahrgänge, der doppelten Abitur-Jahrgänge oder der zusätzlichen Studierenden, die schon 2011 durch die Aussetzung der Wehrpflicht an die Hochschulen kommen.

Derzeit leben 12% der Studierenden im Wohnheim. Die 58 Studentenwerke bieten rund 181.000 Plätze in mehr als 1.000 Wohnheimen.


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