Studierende entwickelten Nutzungsideen für das Kulturdenkmal Sayner Hütte
Unter der Leitfrage "Was geht?" haben mehr als 200 Studierende rheinland-pfälzischer Universitäten und Fachhochschulen ein Jahr lang Nutzungsideen für das herausragende Kulturdenkmal Sayner Hütte in Bendorf-Sayn entwickelt. Diese sind ab heute in der Krupp´schen Halle auf dem Denkmalareal Sayner Hütte in einer umfassenden Ausstellung mit dem Titel "Sayner Hütte – Das geht!" zu sehen.
29.05.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzFür Michael Ebling, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Grund genug, anlässlich der Ausstellungseröffnung ein positives Fazit des einjährigen Hochschulprojekts zu ziehen, das in seiner Konzeption und hochschulübergreifenden Vernetzung beispiellos in Rheinland-Pfalz ist.
"Die Ausstellung der bei diesem Projekt entstandenen Seminar-, Diplom- und Masterarbeiten belegt eindrucksvoll, dass die Studierenden viele Denkanstöße gegeben haben, die selbst Kenner der Sayner Hütte zu neuen Entdeckungen einladen werden", sagte Ebling.
Für die Studierenden und die sie begleitenden Hochschullehrerinnen und –lehrer markiere die Ausstellung einen Schlusspunkt, für die Verantwortlichen vor Ort dagegen erst den Beginn des weiteren Prozesses: "Die Studierenden der rheinland-pfälzischen Hochschulen geben mit dem, was wir heute sehen, den Staffelstab an Sie, Herr Bürgermeister Syré, weiter."
Den Studierenden die Möglichkeit zu bieten, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, das an der Hochschule erlernte Handwerk und Wissen einzusetzen und gleichzeitig die Auseinandersetzungen mit einem realen Objekt intensiv kennen zu lernen, sei eines der zentralen Anliegen des Hochschulprojekts gewesen. Dessen Intention sei es nicht gewesen, umsetzungsreife Bauprojekte planen zu lassen. "Gleichsam als Nebeneffekt sind Grundlagen entstanden, die es der Stadt Bendorf ermöglichen, ihre nun folgenden Überlegungen auf eine solide Basis zu stellen. Ich meine, bereits das ist ein Gewinn für sich – von den vielen inhaltlichen Anregungen ganz zu schweigen", sagte Ebling.
Darüber hinaus sei es dem Land wichtig gewesen, den interdisziplinären Austausch zwischen den rheinland-pfälzischen Hochschulen zu befördern. Mit gutem Erfolg: "Es sind neue Kontakte und neue, gemeinsame Ideen entstanden, an die sich anknüpfen lässt", bilanzierte der Staatssekretär.
Fast alle rheinland-pfälzischen Universitäten und Fachhochschulen sowie die französische Partnerhochschule der FH Mainz, die ENSA Rennes, hätten sich an dem Projekt beteiligt. Fast ein Dutzend Disziplinen seien am Werk gewesen: Regional- und Städteplaner, Touristiker und Ingenieure, Kunsthistoriker und Denkmalpfleger, Architekten, Innenarchitekten und Designer. Dafür gebühre allen ein herzliches Dankeschön.
16 Studierende, deren Arbeiten eine unabhängige Fachjury besonders beeindruckt haben, seien nun eingeladen, Anfang September an einer Sommerakademie mit Professor Dr. Karl Ganser teilzunehmen, dessen Name mit deutscher Industriekultur verbunden sei. Ein schöner Preis für bemerkenswerte Kreativität, befand Ebling.
Michael Syré, Bürgermeister der Stadt Bendorf, bedankte sich bei Staatssekretär Ebling für die Unterstützung und Förderung des Projekts durch das Land. Er würdigte die Zusammenarbeit der rheinland-pfälzischen Hochschulen bei der Durchführung der interdisziplinären Aktion. Seine besondere Anerkennung galt den Studierenden: "Das Ergebnis Sayner Hütte – Das geht! zeigt Kreativität, Engagement, Einsatzfreude und Ideenreichtum, die die Beteiligten entwickelt haben", so der Bendorfer Verwaltungschef. "An der Stadt Bendorf wird es nun liegen, die Visionen aufzugreifen, sie zu entwickeln und schließlich in ein Nutzungskonzept einfließen zu lassen", sagte Syré.
Keine Kommentare vorhanden