Südwestdeutscher Forschungs- und Lehrverbund Kerntechnik gegründet
Die kerntechnische Forschungs- und Lehrkompetenz in Baden-Württemberg wird im "Südwestdeutschen Forschungs- und Lehrverbund Kerntechnik" gebündelt. Gründungsmitglieder des Verbunds sind das Forschungszentrum Karlsruhe, die Universitäten Karlsruhe, Stuttgart und Heidelberg, die Fachhochschulen Ulm und Furtwangen sowie die EnBW Energie Baden-Württemberg AG und das Institut für Transurane der Europäischen Kommission. Die Mitglieder haben am 22. Oktober in Karlsruhe einen Gründungsvertrag unterzeichnet.
22.10.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergWissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg: "Baden-Württemberg wird bei wachsendem Energiebedarf auch künftig auf sichere Kerntechnik angewiesen sein. Kernforschung auf international höchstem Niveau bleibt unverzichtbar. Mit dem Südwestdeutschen Forschungs- und Lehrverbund Kerntechnik sichert sich Baden-Württemberg einen Vorsprung im sicherheitstechnischen Know-how und bei der zukunftsorientierten Weiterentwicklung der Kernenergie."
Im Rahmen des Verbunds wird auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine herausgehobene Position einnehmen. In einem neu zu gründenden Institut für Fusionstechnologie und Reaktortechnik werden alle kerntechnischen Professuren gebündelt. Hinzu kommen zwei neue Lehrstühle: Die EnBW wird eine Stiftungsprofessor für Dynamik kerntechnischer Systeme am Forschungszentrum Karlsruhe stiften. Das Land wird an der Universität eine Professur für Innovative Reaktorsysteme einrichten und insgesamt sechs Doktorandenstellen an den Universitäten Karlsruhe und Stuttgart finanzieren.
Deutschlandweit werden nach Schätzungen bis zum Jahr 2010 etwa 6.250 Ingenieure und Naturwissenschaftler in der Kernforschung sowie für den Betrieb und den Rückbau von Kernkraftwerken benötigt. "Voraussetzung für eine sichere Zukunft ist, dass wir den wissenschaftlichen Stand halten und ausbauen. Unsere Forscher sollen sich weiterhin aktiv an internationalen Projekten beteiligen und in der Spitzengruppe arbeiten. Um eine Mangelsituation gar nicht erst entstehen zu lassen, stellen wir ein qualitativ hochwertiges und attraktives Studienangebot bereit", sagte Frankenberg.
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