Technik vom Mars in die Fabrik

Im Vorfeld der diesjährigen Auftaktveranstaltung der Initiative "TBU on tour – Impulse für Kooperationen" am 9. Juni in Schweinfurt hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Bedeutung der engen Zusammenarbeit von Hochschulen und Unternehmen unterstrichen.

08.06.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Die Kooperation ist für beide Seiten gewinnbringend: Unternehmen aus allen Wirtschaftbereichen können die wissenschaftlichen Erkenntnisse und das technische Know-how der Hochschulen im Wettbewerb als entscheidenden Vorteil nutzen; die Forscher profitieren ihrerseits von der Praxiserfahrung und dem enormen Wissens- und Ideenreichtum der Unternehmen." Für die Anbahnung dieser so wichtigen Kooperationen gebe es mit der Arbeitsgemeinschaft der Technologietransferstellen der bayerischen Universitäten (TBU) einen zentralen Ansprechpartner für das gesamte Wissensspektrum der bayerischen Universitäten, der den Unternehmen maßgeschneiderte Lösungen in Forschungsprojekten bieten könne, so der Minister weiter. Zudem könnten die Unternehmen im Rahmen von Kooperationen modernste Infrastruktur wie High-Tech-Geräte und Forschungslabors der Universitäten nutzen.
Die Initiative "TBU on tour" wird vom Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst in den Jahren 2005 und 2006 mit insgesamt rund 55.000 Euro gefördert. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe informieren die Transferbeauftragten der bayerischen Universitäten in Zusammenarbeit mit den Ämtern für Wirtschaftsförderung vor Ort in einer "Roadshow" über Möglichkeiten des Wissens- und Technologietransfers. Vor allem den mittelständischen Unternehmen als zentraler Zielgruppe sollen Möglichkeiten aufgezeigt werden, in Kooperation mit den Hochschulen neueste Forschungsergebnisse in innovative Produkte und Dienstleistungen zu überführen. Um das Potential des Technologietransfers zu verdeutlichen, werden bei "TBU on tour" erfolgreiche Projekte vorgestellt. Prof. Dr. Schilling und sein Team vom Lehrstuhl für Technische Informatik der Universität Würzburg beispielsweise bringen Weltraumtechnik "vom Mars in die Fabrik". Das für die Sensorik und die Fernsteuerung des Mars-Rovers verantwortliche Team sieht künftige Einsatzbereiche seiner ursprünglich für den Weltraum entwickelten Technologie in der industriellen Automatisierungstechnik, insbesondere bei der Fernwartung und Ferndiagnose von Maschinen. Die Erfahrungen mit dem Mars-Fahrzeug ermöglichen zudem die Erhöhung der Sicherheit sowie die Verbesserung der Hindernisvermeidung bei fahrerlosen industriellen Transportfahrzeugen.

Neben der Auftaktveranstaltung am 9. Juni 2005 in Schweinfurt sind in diesem Jahr weitere Veranstaltungen u. a. in Bayreuth, Erlangen, München, Regensburg, Augsburg und Passau geplant. Im Jahr 2006 wird es Veranstaltungen in sämtlichen bayerischen Universitätsstädten geben.


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