TU Kaiserslautern für faire und transparente Berufungsverfahren ausgezeichnet
Die Technische Universität (TU) Kaiserlautern erhält bundesweit als dritte Hochschule das Gütesiegel des Deutschen Hochschulverbandes (DHV) für faire und transparente Berufungsverfahren. Nach der RWTH Aachen und der Universität zu Köln, zwei Exzellenzuniversitäten, wird damit erstmals eine mittelgroße Universität ausgezeichnet.
25.02.2014 Pressemeldung Deutscher Hochschulverband (DHV)Berufungsverhandlungen an der TU Kaiserslautern bestächen durch kurze Entscheidungswege und eine gelebte Willkommenskultur, begründete der DHV die Entscheidung. Bewerberinnen und Bewerber würden über die jeweiligen Verhandlungsschritte umfassend unterrichtet, Fakultäten und Universitätsleitung zögen bei den Berufungsverfahren an einem Strang. Berufungsverhandlungen würden zudem zügig und in weit überdurchschnittlich guter Atmosphäre durchgeführt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fühlten sich respektiert und wertgeschätzt. Hervorzuheben sei auch, dass Rufinhaber in den ersten hundert Tagen umfassende unbürokratische Hilfestellungen erhielten. Dazu gehöre, dass sich die Hochschulleitung gegebenenfalls persönlich auf Wunsch des Rufinhabers bei der Suche nach geeigneten Arbeitsplätzen für den Lebenspartner einschalte.
Lediglich vereinzelt sieht der DHV Optimierungsbedarf. So hält der DHV die dreijährige Befristung individueller Ausstattungszusagen an der TU Kaiserslautern für zu kurz bemessen. Eine Frist von fünf Jahren, die gegebenenfalls auch an die Definition einer nicht reduzierbaren Grundausstattung gekoppelt werden könnte, sei wissenschaftsfreundlicher.
"Eine umsichtige Berufungspolitik und faire Verhandlungen sind für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von großer Bedeutung, insbesondere wenn alternative Angebote vorliegen. Mit dem Gütesiegel will der Hochschulverband Hochschulen bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung ihrer Berufungskultur kritisch und konstruktiv begleiten", erläuterte der Präsident des DHV, Professor Dr. Bernhard Kempen.
Wesentliche Grundlage des DHV-Gütesiegels ist ein gewichteter Fragebogen mit 42 Fragen, den der DHV auf Grund seiner Beratungserfahrung in Berufungsverfahren entwickelt hat. Der DHV berät auf Seiten der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ca. 70 Prozent aller Berufungs- und Bleibeverhandlungen in Deutschland. Der Schwerpunkt in der Auswertung des Fragebogens wurde auf Fairness, Wertschätzung, Transparenz und Verlässlichkeit in den Berufungs- und Bleibeverhandlungen gelegt. Anmerkungen der zu begutachteten Hochschule flossen in die Bewertung ebenfalls ein. Hinzu kamen Interviews mit an die jeweilige Hoch-schule berufenen Professoren zu ihren Erfahrungen im Berufungsverfahren sowie die Erfah-rungen und Kenntnisse der DHV-Justitiare.
Weitere Informationen zum DHV-Gütesiegel gibt es unter: www.hochschulverband.de/cms1/guetesiegel.html
Der Deutsche Hochschulverband ist die bundesweite Berufsvertretung der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit fast 28.000 Mitgliedern.
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