Uni-Demo: Klug 2000 klüger als Klug 2010
"Der Abbau von Studienfächern und Forschungsgebieten verringert die Chance unseres Landes, im Wettbewerb mit anderen Standorten wirtschaftliche Entwicklung und qualifizierte Ausbildung zu sichern… Kein anderes Bundesland zwingt einen so großen Teil seines akademischen Nachwuchses zur Auswanderung." (12. Juli 2000)
15.06.2010 Pressemeldung GEW Schleswig-Holstein"Dieses Zitat ist fast auf den Tag genau zehn Jahre alt und besitzt im Kern immer noch Gültigkeit. Es stammt allerdings nicht vom damaligen GEW-Landesvorsitzenden, sondern vom heutigen Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug. Klug 2000 war also klüger als Klug 2010." Mit diesen Worten untermauerte der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn am Dienstag, 15. Juni in Kiel die Solidaritätserklärung seiner Gewerkschaft für die Studierenden und Beschäftigten aus Lübeck, Flensburg und Kiel, die morgen vor das Landeshaus ziehen wollen.
Die Kurzsichtigkeit, mit der die Landesregierung gewachsene Bildungsangebote in Flensburg und Lübeck zerstöre, sei erschütternd. Deshalb stehe die GEW solidarisch an der Seite der Menschen, die gegen diese Politik auf die Straße gingen, so Matthias Heidn. "Als strukturschwaches und armes Land verfügt Schleswig-Holstein nur über eine einzige Ressource: die Bildung der Menschen, die hier leben. Deshalb darf die Landesregierung den Unis in Flensburg und Lübeck nicht ihre Zukunft rauben. Wenn Schleswig-Holstein an der Bildung spart, vernichtet es die einzige Chance, jemals wieder zu den anderen Bundesländern aufschließen zu können."
Keine Kommentare vorhanden