„UniverCity“

"UniverCity" - Von sozialer Stadtentwicklung zu Campus-Visionen

Im sächsischen Freiberg können Studentinnen und Studenten der Technischen Universität Bergakademie ein ganz besonderes Diplom erwerben, das "diploma fribergensis", organisiert vom Studentenwerk Freiberg. Man muss zwölf Aufgaben mit Stadtbezug lösen – und erhält das Diplom vom Oberbürgermeister persönlich. In Köln sind Hochschulen und Wissenschaft der drittgrößte Arbeitgeber, und jährlich gründen Absolventinnen und Absolventen der Kölner Hochschulen in der Region 1.700 eigene Unternehmen. Im neuen "DSW-Journal" des Deutschen Studentenwerks (DSW), das heute erscheint, geht es um das Verhältnis von Hochschulen, Studierenden und Studentenwerken zu den deutschen Städten.

22.11.2010 Pressemeldung Deutsches Studierendenwerk

"Im besten Fall haben beide, die Universität und die Stadt, eine innige Beziehung, sind verflochten und voneinander durchdrungen. Im schlimmsten Fall leben sie isoliert voneinander und wollen nichts voneinander wissen", schreibt DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde in seinem Editorial. Er fragt: "Was ist dran an der ´Universitätsstadt Mannheim´, an der ´Hochschulstadt Coburg´?"

Der Bildungsjournalist Armin Himmelrath hat in kleinen und großen Hochschulstädten recherchiert. Er berichtet aus der sächsischen Kleinstadt Mittweida, die 15.000 Einwohner und 6.000 Studentinnen und Studenten hat, aus Frankfurt am Main und aus Köln. Himmelrath fand auf den Pfad der Tugend zurückgefundene vormalige Schnapsleichen in Oestrich-Winkel – und Campus-Visionen am Main.

Petra Roth, die Oberbürgermeisterin von Frankfurt am Main und Präsidentin des Deutschen Städtetags, sagt im Interview, der überwiegenden Zahl der deutschen Städte sei klar, "welche Vorteile und Chancen die Hochschulen" für die Stadtentwicklung bieten. Allerdings müsse in der Bürgerschaft der Begriff "Hochschulstadt" noch "intensiver verankert" werden.

"Universität und Stadt – beide sind erfolgreich dort, wo sie sich als sich stets verjüngende Schicksalsgemeinschaft verstehen", schreibt der Rektor der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Prof. Dr. Klaus Dicke. Neben Dicke antworteten fünf weitere Rektorinnen und Rektoren auf die Frage "Wie halten Sie es mit Ihrer Stadt?" Für Prof. Dr. Elmar W. Weiler, Rektor der Ruhr-Universität-Bochum, sind Hochschulen für die Städte "ein gewichtiger Standortfaktor"; Universitätsstädte hätten das "gewisse Etwas".

Weitere Themen:

  • Vom Kultusminister zum Präsidenten der Humboldt-Universität zu Berlin: Jan-Hendrik Olbertz, porträtiert von Jan-Martin Wiarda von "DIE ZEIT"
  • Warum haben die Universitäten bei der zweiten Runde der Exzellenzinitiative weniger Anträge eingereicht? Stefan Hornbostel hat eine Vermutung
  • Die Kölner Studentin Janine Mohr ist behindert, braucht rund um die Uhr Hilfe – und macht ein Auslandspraktikum in Valencia
  • Hirndoping durch "Neuro-Enhancement", biokonservativ oder liberal? Warum man leistungssteigernde Mittel nicht grundsätzlich verdammen sollte
  • Legales Hirndoping in der Mensa: Die Studentenwerke wissen, wie´s geht
  • "Wege wagen": Die stärksten Bilder aus dem Fotowettbewerb der ostdeutschen Studentenwerke
  • Ein "Werkzeugkoffer für Chancengleichheit" oder ein Tutorenprojekt an der Universität Potsdam macht Schule

Das DSW-Journal 4/2010 "UniverCity" zum Download (PDF): www.studentenwerke.de/pdf/DSWJournal_4_10.pdf


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden