Viadrina-Universität

50 Millionen Euro vom Bundeskanzler oder 1,5 Millionen von der Bundesforschungsministerin für die Viadrina-Universität? Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel: "Lage wird immer unklarer"

08.07.2004 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Als "immer unklarer" hat Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel die Lage bei der Frage nach einer angeblich von Bundeskanzler Schröder zugesagten Förderung der Viadrina-Universität in Frankfurt/Oder am Donnerstag in München bezeichnet. Die Bundesforschungsministerin habe weder Anfang der Woche bei einer Bund-Länder-Sitzung noch in einer jetzt vorliegenden schriftlichen Antwort gegenüber dem Bundestag Auskünfte zu Hintergrund und Höhe der angeblich von Schröder zugesagten Finanzspritze geben können. Goppel: "Der Kanzler spricht angeblich von 50 Mio. Euro, die Bundesforschungsministerin sagt dem Bundestag, sie habe vorsorglich 1,5 Mio. Euro veranschlagt. Es bleibt zu hoffen, dass nicht noch andere Mitglieder des Kabinetts Schröder mitbieten." Dieses System der Wissenschaftsförderung konterkariere sämtliche Bemühungen um ein ausgewogenes, allein an wissenschaftlicher Exzellenz ausgerichtetes Beurteilungssystem für die Förderung der Universitäten. Goppel forderte eine klare Aussage: "Die Bundesregierung muss endlich Farbe bekennen und sagen, ob es die Zusage des Kanzlers gibt oder nicht."

Über die angebliche Förderungszusage des Bundeskanzlers in Höhe von insgesamt 50 Mio. Euro an die Viadrina-Universität war vor einiger Zeit im Zusammenhang mit der SPD-Kandidatur für das Amt des Bundespräsidenten von Gesine Schwan in den Medien berichtet worden.


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