Wohnungsnot

Vielfältige Ansätze, um Wohnraum für Studierende zu schaffen

(red/pm) Wie kann angesichts der steigenden Studierendenzahlen in Bayern ausreichend Wohnraum für die jungen Menschen zur Verfügung gestellt werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich heute in Würzburg Vertreter der Hochschulen, der Studentenwerke sowie der Kommunen aus Nordbayern auf Einladung von Wissenschaftsstaatssekretär Bernd Sibler sowie Innen- und Baustaatssekretär Gerhard Eck.

09.07.2015 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Die Zahl der Studierenden in Bayern steigt weiter an: Im vergangenen Wintersemester waren rund 368.200 Studierende immatrikuliert, das sind über 12.000 mehr als im Wintersemester 2013/2014. Das zeigt die erfreulich große Anziehungskraft unserer bayerischen Hochschulen. So sehr uns diese Entwicklung für das Ansehen des Hochschulstandortes Bayern freut - sie hat auch Konsequenzen für den Wohnungsmarkt. Denn unsere Studierenden benötigen ein Dach über dem Kopf", erklärte Staatssekretär Sibler zum Auftakt der Veranstaltung. Staatssekretär Eck ergänzte: "Damit sie an den Hochschulstandorten bezahlbaren und angemessenen Wohnraum zur Verfügung haben, stellen wir jährlich hohe Fördersummen bereit. 2014 waren es insgesamt 37,5 Millionen Euro. Damit haben wir 1.518 Wohnheimplätze gefördert. Das Deutsche Studentenwerk hat unsere bayerische Förderung als die beste von allen Bundesländern gelobt. Dieses Lob spricht für sich."

Mit allen beteiligten Akteuren ins Gespräch kommen

Doch Fördergelder allein reichen nicht. "Deshalb wollen wir mit allen beteiligten Akteuren ins Gespräch kommen und gemeinsam innovative Lösungsansätze für mehr Wohnraum finden", so Sibler und Eck. In Fachvorträgen, Gesprächen und Informationsrunden wurden Erfahrungen ausgetauscht und Ideen für zusätzlichen Wohnraum für Studierende vorgestellt. Thematische Schwerpunkte waren u.a. der Wohnheimbau und Fördermöglichkeiten, Angebote für Studierende mit Kind und Wohnmöglichkeiten für Studierende mit Behinderung. Der Geschäftsführer des Studentenwerks Oberfranken, Josef Tost, stellte das "Coburger Modell" vor, "ein gelungenes Projekt einer Zusammenarbeit eines privaten Bauträgers mit einer staatlichen Einrichtung zur zeitnahen Schaffung von günstigem bezahlbarem Wohnraum für Studierende."

Innovative Lösungen können aber nur umgesetzt werden, wenn auch passende Baugrundstücke zur Verfügung stehen, so Staatssekretär Eck weiter. "Deshalb appelliere ich nochmals an die Städte: Stellen Sie geeignete bezahlbare Grundstücke zur Verfügung. Denken Sie auch über eine Verringerung der geforderten Stellplätze für ein Studentenwohnheim nach und führen Sie die Baugenehmigungsverfahren zügig durch. Auch die Universitäten und Hochschulen sollten überlegen, ob auf den Hochschulgeländen Flächen für das studentische Wohnen eingeplant werden können. Hier in Würzburg auf dem Hubland-Campus hat das schon hervorragend funktioniert."


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