Vielseitig und zukunftsweisend: Transferzentrum Adaptronik in Darmstadt erhält neues Gebäude

Mit der heutigen Grundsteinlegung für das neue Transferzentrum Adaptronik beginnt am Fraunhofer LBF die nächste Ausbaustufe für den Technologietransfer im Forschungsfeld adaptronischer Systeme. In das neue Gebäude investieren die Fraunhofer-Gesellschaft, das Land Hessen und das Bundesministerium für Bildung und Forschung elf Millionen Euro; im Spätsommer 2009 sollen die ersten Forscher in das Gebäude einziehen.

19.03.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

"Das neue Transferzentrum eröffnet jungen Ingenieuren durch die Kooperation mit der TU Darmstadt hervorragende Chancen zur Qualifizierung auf dem zukunftsträchtigen Gebiet der Adaptronik," so Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. "Die angestrebten Kooperationen mit klein- und mittelständischen Unternehmen schaffen zugleich Kontakte zur Wirtschaft. Die enge Vernetzung von Theorie und Praxis und der anwendungsorientierte Forschungsfokus sind besonders hervorzuheben."

Das Institut unterhält bundesweit die größten Forschungs- und Entwicklungseinheiten auf dem Gebiet der Schlüsseltechnologie Adaptronik. Diese vielseitige und wissensintensive Querschnittstechnologie erfordert Fachkenntnisse in beeindruckend vielen Gebieten wie Werkstoffwissenschaften, aktive Strukturtechnologie, Aktorik, Sensorik, Akustik, Regelungstechnik, Systemintegration und Systemzuverlässigkeit. Mit ihrem Einsatz können beispielsweise Eigenschaften von Strukturen überwacht und verändert und Vibrationen, Lärm und Verformungen aktiv kontrolliert werden. Im Transferzentrum Adaptronik sollen die durch Fraunhofer-Forscher erschlossenen Technologiepotenziale noch besser nutzbar gemacht und gezielt in Produktinnovationen überführt werden. Gemeinsam mit Projektpartnern, insbesondere auch kleinen und mittelständischen Unternehmen, sollen auf Basis der Forschungsergebnisse wettbewerbsfähige Produkte entwickelt werden.

"Damit aus viel versprechenden Inventionen tatsächlich Markterfolge werden, müssen sie in enger Zusammenarbeit mit den Bedarfsträgern weiter entwickelt werden. Die dazu erforderlichen Kooperationen zu erleichtern, bedeutet Produktinnovationen zu beschleunigen und unserer Wirtschaft Wettbewerbsvorteile zu sichern. Dies ist eines der wesentlichen Ziele der Fraunhofer-Gesellschaft", sagt Professor Holger Hanselka, Institutsleiter am Fraunhofer LBF.

"Im globalen Wettbewerb ist für den Hochpreisstandort Deutschland der Vorsprung durch überlegene, innovative Produkte von zentraler Bedeutung. Schlüsseltechnologien wie die Adaptronik, aber auch die effiziente Kooperation von entsprechendem Technologieanbieter und –nutzer werden immer wichtiger. Im Transferzentrum Adaptronik wollen wir uns optimal vernetzen und neue Wege in der Produktentwicklung erschließen", erläutert Dr.-Ing. Tobias Melz, Leiter des LBF-Kompetenzcenters Mechatronik/Adaptronik.

Im Transferzentrum können FuE-Vorhaben im Sinne eines Projekthauses vor Ort gemeinsam mit internen und externen Partnern bearbeitet werden. So bietet das Fraunhofer LBF insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen die Möglichkeit, ohne hohes Eigeninvestment eine moderne Forschungsinfrastruktur in Form von Analysetechnik, Laboren und Maschinen sowie Büro- und Seminarräume zu nutzen.

Im November letzten Jahres wurde mit elf renommierten Unternehmen aus der Region das Technologie-Netzwerk Rhein-Main Adaptronik e.V. gegründet. Das Transferzentrum Adaptronik und der Verein wollen weitreichende Impulse geben, um Darmstadt und die Region als Wissenschafts- und Technologiestandort nachhaltig zu stärken.


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