"Vierte Klasse" für die Künste

Die Staatskanzlei teilt mit: Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften soll um eine "vierte Klasse" für die Künste erweitert werden. Diese Initiative haben heute (12. Februar 2008) Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart bekannt gegeben. Die Akademie besteht derzeit aus einer Klasse für Geisteswissenschaften, einer Klasse für Naturwissenschaften und Medizin sowie einer Klasse für Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften.

12.02.2008 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die vorgesehene Erweiterung ist zugleich ein Novum: Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften ist damit bundesweit die erste, die das gesamte Spektrum von Wissenschaften und Künsten in der Breite abdeckt. Der von den Koalitionsfraktionen eingebrachte Gesetzentwurf zur Änderung des Akademiegesetzes soll noch im Februar in erster Lesung vom Landtag beraten werden.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, Vorsitzender des Kuratoriums der Akademie, zeigte sich erfreut über die Initiative. Er betonte, eine eigenständige Akademieklasse sei "die angemessene Plattform für einen übergreifenden und schöpferischen Diskurs": "Die Erweiterung der Akademie unterstreicht die besondere Bedeutung der Künste für das geistige und kulturelle Leben in Nordrhein-Westfalen. Das betrifft das gesamte Spektrum von der bildenden Kunst über die Musik, Literatur, Theater, Tanz bis zur Architektur. Mit der ´vierten Klasse für die Künste´ wird das Potenzial Nordrhein-Westfalens in diesem Bereich noch stärker sichtbar. Ich freue mich dabei insbesondere auf den Dialog der Politik mit den Künsten und bin sicher, dass damit auch die Rolle der Akademie der Wissenschaften als eine Politik beratende Institution gestärkt wird."

Innovationsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart sieht in der Erweiterung um eine vierte Klasse der Künste einen weiteren wichtigen Schritt zur Aufwertung der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und damit des Wissenschafts- und Innovationsstandorts Nordrhein-Westfalen: "Ebenso wie die Einrichtung des Jungen Kollegs 2007 ist die Einbeziehung der Künste in die Akademie ein klares Signal an die Wissenschaftler und Kunstschaffenden im Land. Wir wissen um ihre Bedeutung für den Innovationsstandort Nordrhein-Westfalen. Wir brauchen ihre Exzellenz, ihre Kreativität und ihr Engagement."

Der Präsident der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften, Prof. Dr. Manfred J. M. Neumann, begrüßt die Erweiterung der Akademie um eine Klasse für Künste: "Die weit gefächerten Wissenschaften mit der Vielfalt der Künste in einer Akademie zu vereinen, ist ein kühnes und jedenfalls spannendes Unternehmen. Wenn sich Künstler und Wissenschaftler aufeinander einlassen, wird der Boden für neue Ideen bereitet. Die Strahlkraft der Nordrhein-Westfälischen Akademie wird wesentlich zunehmen."

Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften wurde 1969 gegründet. Die Akademie pflegt den wissenschaftlichen Gedankenaustausch unter ihren Mitgliedern und mit Vertretern des politischen und wirtschaftlichen Lebens in Nordrhein-Westfalen. Sie steht im Kontakt mit wissenschaftlichen Einrichtungen und Wissenschaftlern im In- und Ausland, gibt Impulse für wissenschaftliche Forschung und berät die Landesregierung in Fragen der Forschung.


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