Vorbild für deutsche Lehrerausbildung?

(bikl) Mit einem neuen Modell will die Universität Jena die Ausbildung der zukünftigen Lehrer und damit auch die Qualität von Unterricht verbessern.

12.01.2005 Artikel

Im Zentrum des neuen Jenaer Modells der Lehrerbildung steht eine Stärkung der pädagogischen "Berufswissenschaften". Ein verpflichtendes Eingangspraktikum und ein Praxissemester sollen die Praxisnähe verstärken und die Studierenden schneller an die Schulwirklichkeit heranführen. Da das Praxissemester von der Ausbildungszeit des Referendariats (nun 18 Monate) abgezogen wird, verlängert sich die Ausbildungszeit nicht.

Ausbildung stärker verknüpft

Bisher werden Lehrer zunächst an der Hochschule ausgebildet, um dann in einer unabhängigen zweiten Phase als Referendare in den Studienseminaren den Lehralltag zu lernen. Und auch innerhalb der Universität arbeiten Erziehungswissenschaftler und Fachdidaktiker oft unverbunden nebeneinander. Die Jenaer Universität hält zwar am Staatsexamen fest, plant aber mit dem neuen Modell eine stärkere Verbindung zwischen erster und zweiter Phase.

Nicht ganz neu

Ganz neu ist ein solches Konzept übrigens nicht: Anfang der siebziger Jahre wurde in Niedersachsen bereits das Modell "Einphasige Lehreausbildung" erprobt, das aber nach dem politischen Wechsel im 1976 von der CDU-Regierung umgehend eingestellt wurde.

Homepage der Universität Jena


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