Vorteilsausgleich könnte neue Studienplätze in Berlin schaffen
Das in der KMK-Arbeitsgruppe "Hochschulfinanzierung" angeregte und jetzt von Minister Zöllner und Ministerin Ludwig vorgelegte Modell eines Vorteilsausgleiches bei der Finanzierung von Studienplätzen ist eine gute Lösung für die Berliner Hochschulen, die mehr als die Hälfte ihrer Studierenden, die nicht in Berlin ihr Abitur gemacht haben, ausbilden.
22.03.2006 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)Von den 141 000 Studierenden im letzten Wintersemester 2004/2005 kamen etwa 60 000 Studierende aus anderen Bundesländern und knapp 16 700 Studierende aus dem Ausland.
Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl: "Seit etwa zwei Jahren propagiere ich zusammen mit Minister Zöllner diesen Vorteilsausgleich und nun liegt ein berechenbares Modell vor. Die Berliner Hochschulen wären endlich die Gewinner. Die Spirale eines Studienplatzabbaus könnte gestoppt werden. Seit 1995 sind durch die Große Koalition 30 000 Studienplätze abgebaut worden und wer erinnert sich noch daran, dass wir in Berlin 115 000 Studienplätze hatten? Da die Hochschulverträge die Budgets für die Hochschulen bis 2009 gesichert haben, könnte das Geld, das durch einen Vorteilsausgleich zusätzlich nach Berlin käme, für neue Studienplätze und für eine Verbesserung der Studiensituation genutzt werden. Wir brauchen diese Einnahmen dringend, um den erwarteten Anstieg an Studierenden bewältigen zu können. Schon jetzt schafft es nur etwa jeder vierte bis fünfte Studienbewerber oder Studienbewerberin auch in Berlin einen Platz in der Hochschule zu erhalten."
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