Wissenschaftlerinnen sollen durch neue Initiativen Chancen erhalten

(hib/SKE) Mehr Professorinnen an den Hochschulen soll eine neue Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bringen. Laut der Antwort der Bundesregierung (16/5181) auf eine Kleine Anfrage von Bündnis 90/Die Grünen (16/5002) will der Bund die 15 Millionen Euro dafür freigeben, die er bisher in das Hochschul-Wissenschaftsprogramm "Chancengleichheit" investiert. Wenn möglich, sollen sich die Länder mit dem gleichen Betrag beteiligen.

18.05.2007 Pressemeldung Deutscher Bundestag

Die Pläne seien noch nicht ausgereift, Ziel sei es jedoch, die Hochschulen zu fördern, die sinnvolle Chancengleichheitsprogramme aufwiesen. In der sozial-ökologischen Forschung wolle die Regierung zum zweiten Mal ein Nachwuchsprogramm fördern, dass sich speziell an Wissenschaftlerinnen richte. In der ersten Runde seien elf Projekte gefördert worden, in denen zum Schluss zur Hälfte Frauen mitgearbeitet hätten. Die Förderdauer von fünf Jahren solle beibehalten werden, da die Teilnehmerinnen dieses als sehr positiv bewerteten, so die Bundesregierung in ihrer Antwort.

Die Grünen hatten angeführt, dass zwar gut die Hälfte aller Hochschulabsolventen Frauen seien, ihr Anteil an Promotionen, Habilitationen und Professuren aber deutlich geringer sei. Sie wollten daher wissen, welche Initiativen der Bund ergreife, um dies zu ändern. Öffentlich geförderte Forschungseinrichtungen hätten sich im Jahr 2003 Gleichstellungskonzepte beschlossen, so die Regierung. Im November vergangenen Jahres hätten alle Wissenschafts- und Forschungsorganisationen eine Offensive zur Chancengleichheit unterzeichnet. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft habe zudem Chancengleichheit seit 2002 in ihrer Satzung verankert.

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