Wissenschaftsministerin stellt Forschungskonzept 2010 vor

Nordrhein-Westfalen richtet seine Forschung noch gezielter an den Zukunftsherausforderungen für Mensch und Natur aus.

09.05.2005 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen

Mit dem Forschungskonzept 2010 konzentriert sich das Land auf die sechs wichtigsten Forschungsfelder der Zukunft: Life Sciences; Energie und Umwelt; gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Wandel; Informations- und Kommunikationstechnologien, Neue Medien und Mikrosystemtechnik; Logistik und Verkehrssysteme; Neue Materialien und Innovationen in der Produktion. Bei der Vorstellung des Konzepts betonte Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft heute in Düsseldorf: "Nordrhein-Westfalen bewegt sich mit einem unverwechselbaren Profil im Trend weltweiter und europäischer Ziele. Aber wir setzen darin klare eigene Akzente. Wir haben weltweit beachtete Spitzenleistungen in der Forschung aufzuweisen."

Bereits heute hat NRW in den sechs Zukunftsfeldern internationale Forschungsexzellenz zu bieten. In einer Broschüre gibt das Wissenschaftsministerium in über 60 Beispielen einen anschaulichen Einblick in diese NRW-Zukunftsforschung. Kraft: "Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt, der selbstverständlich nicht umfassend sein kann, denn unsere Forschung umfasst alle wichtigen Wissenschaftsgebiete." Schließlich sei Nordrhein-Westfalen ein großes und starkes Forschungsland mit 33 staatlichen Hochschulen, über hundert Forschungseinrichtungen und zahlreichen Laboratorien der forschenden Wirtschaftsunternehmen.

Das Forschungskonzept 2010 umfasst mehrere Schritte. Der erste Schritt ist mit der Konzentration auf die sechs strategischen Zukunftsthemen und der Bündelung der vorhandenen Potenziale bereits gegangen worden. Die weiteren Schritte sind:

  • Nordrhein-Westfalen wird die Verzahnung von universitärer mit außeruniversitärer Forschung weiter optimieren und mit der Forschung der Wirtschaft verbinden.

 

  • Das Land wird eine umfassende Offensive zum Wissens- und Technologietransfer für eine effiziente und zielgerichtete Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft einleiten.

 

  • NRW wird bis zum Jahr 2010 die staatlichen und privaten Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigern. Hierzu tritt die Landesregierung in einen intensiven Dialog mit der forschenden Wirtschaft.

 

  • Nordrhein-Westfalen wird sein Erfolgsmodell der Nachwuchsförderung weiter ausbauen: In allen Zukunftsfeldern werden NRW-Graduate Schools entstehen.

 

  • NRW wird darüber hinaus Hochschulen und Forschungseinrichtungen intensiv dabei unterstützen, junge Forscherkarrieren zu fördern und gezielt Top-Nachwuchswissenschaftler aus der ganzen Welt nach Nordrhein-Westfalen zu holen. Die Förderung des Nachwuchses hat in der NRW-Forschungspolitik höchste Priorität.

 

  • Das Land wird der systematischen Evaluierung der Forschung in Nordrhein-Westfalen besondere Aufmerksamkeit schenken. Analog zum Hochschulkonzept 2010 wird die Landesregierung die Anreize für herausragende Forschungsleistungen im Rahmen der Mittelvergabe schrittweise steigern.

 

  • Nordrhein-Westfalen wird die gezielte Profilbildung seiner Hochschulen in Forschung und Lehre weiter konsequent fortsetzen.

Kraft: "Unsere Forschungspolitik erkennt ausdrücklich die Gestaltungsfreiheit der Grundlagenforschung an. Sie ist eine der wichtigsten Vorraussetzungen für Spitzenleistungen. Im Forschungskonzept 2010 hat NRW die Ziele klar festgelegt: Die strategische Sicherung der Forschungsqualität in der Breite und die Entwicklung weiterer Exzellenz in der Spitze. Denn Forschung und ihre Umsetzung in Technologie, Produkte und Dienstleistungen sind der entscheidende Wettbewerbsvorteil zur Sicherung unseres wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wohlstands."


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