Wissenschaftsministerium bezuschusst Antragstellung für EU-Forschungsmittel

Das Wissenschaftsministerium wird auch weiterhin die Ausarbeitung von Anträgen der Hochschulen und Forschungseinrichtungen für EU-Forschungsmittel bezuschussen. Dies hat Wissenschaftsminister Jürgen Schreier am Freitag (30.07.04) mitgeteilt. Außerdem würde, so der Minister, in einem zusätzlichen Programm speziell die Vorbereitung von Projektanträgen mit Partnern aus der Saar-Lor-Lux-Region gefördert. Damit würden Bemühungen einer engeren Zusammenarbeit von Hochschulen und Forschung aus der Großregion unterstützt.

30.07.2004 Saarland Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Bislang wurden insgesamt 230 000 Euro für die Ausarbeitung von Anträgen gegenüber der Europäischen Union aus den Mitteln des Wissenschaftsministeriums bewilligt. Im Einzelfall wurden Projektanträge mit Beträgen zwischen 2 700 und 11 500 Euro unterstützt. Die Ausarbeitung solcher Anträge ist inhaltlich wie organisatorisch sehr aufwändig und daher von den damit befassten Einrichtungen allein nicht zu finanzieren.

Wie Minister Schreier weiter mitteilte, habe sich die Förderung der Ausarbeitung von Anträgen hervorragend bewährt und nach dem "Schneeball-Effekt" EU-Gelder ins Saarland fließen lassen. So konnten die saarländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei der ersten Antragsrunde zum EU-Forschungsrahmenprogramm rund 19 Mio. Euro einwerben. Sie lagen damit im Verhältnis zur Größe des Bundeslandes und der Zahl von Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor Nordrhein-Westfalen. Inzwischen sind von den 48 aus öffentlichen Mitteln des Ministeriums für Bildung, Kultur und Wissenschaft geförderten Projektantragstellungen zehn Projekte im EU-Verfahren bewilligt worden. Insgesamt kann das Saarland mit Stolz behaupten, bei 44 von der EU geförderten Projekten als Partner bzw. Koordinator auftreten zu können. Das heißt, künftig werden etwa 22 Millionen Euro aus den Töpfen der Europäischen Union ins Saarland fließen.

"Auch dies belegt das besondere Engagement der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unseres Landes. Es demonstriert eindrucksvoll die Exzellenz des Forschungsstandortes Saarland", erklärte Minister Schreier.

Dabei liegen die Schwerpunkte der Forschungsprojekte für das Saarland mit 11 Mio. Euro in den zukunftsorientierten Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologien und mit 10 Mio. Euro im Bereich der Nano- und Biotechnologien. 1,2 Mio. Euro fließen in die Bereiche der Ingenieurwissenschaften und 0,5 Mio. Euro in andere Themenkomplexe.

Insgesamt hat das 6. Forschungsrahmenprogramm der EU einen Umfang von 17,5 Milliarden Euro bei einer Laufzeit von 2002 bis 2006. Aus allen Themenbereichen wurden bisher ca. 28 000 Forschungsvorschläge eingereicht. Hieran sind 150.000 Einrichtungen aus 50 Ländern beteiligt. Doch aufgrund der begrenzten Mittel konnten von den als qualitativ hervorragend eingestuften Projekten nur etwa die Hälfte finanziert werden.

Nähere Informationen sind erhältlich beim Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Telefon: 0681/501-7472 oder 7907, E-Mail: oder ).


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