Wissenschaftssenator Flierl zu den Strukturplänen der Universitäten

Nachdem die drei Universitäten der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur heute ihre Hochschulstrukturpläne fristgerecht übergeben haben, äußert sich Wissenschaftssenator Dr. Thomas Flierl in einem Pressegespräch:

30.06.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur Berlin (bis 11/06)

"Ich kann mich noch gut erinnern, wie groß die Aufregung war, als den drei Berliner Universitäten im vergangenen Herbst die Planungsbudgets für die Hochschulverträge 2006 - 2009 mitgeteilt wurden verbunden mit dem Auftrag, bis 30. Juni 2004 meiner Verwaltung Strukturpläne vorzulegen, die diese Budgetkürzungen berücksichtigen. Dass die Strukturpläne heute in meiner Verwaltung eingetroffen sind, werte ich als großen Erfolg. Es war richtig, dass die Universitäten und ihre Selbstverwaltungsgremien eigenständig ihre Strukturvorschläge erarbeitet und untereinander abgestimmt haben, während ich den Prozess der Hochschulstrukturplanungen in dieser Phase politisch begleitete und moderierte.

In zahlreichen Abstimmungsgesprächen zwischen den Universitätspräsidenten, Kuratoriumsvorsitzenden, den zuständigen Fachabgeordneten und unserem Haus wurden kritische Nachfragen und Aufgaben formuliert, die zu einem abgestimmten Verfahren führten. Die Universitäten haben dieses Verfahren als Chance begriffen und genutzt, um Schwerpunkte zu setzen, ihr Profil zu bestimmen und zu schärfen, ohne dabei die Fächervielfalt in der Berliner Universitätslandschaft zu gefährden.

Der nächste Schritt ist nun, die Strukturpläne aus der Perspektive der Berliner Hochschulen insgesamt heraus zu betrachten, d.h. diese mit den Profilen der Fachhochschulen und der künstlerischen Hochschulen abzugleichen. Denn die Stärkung der Fachhochschulen ist weiterhin erklärtes politisches Ziel. In Zukunft wird es darum gehen, Universitäten und Fachhochschulen stärker zu vernetzen und gemeinsame Forschungsschwerpunkte auszubauen.

Ich überlege deshalb, auf die Idee zurückzugreifen, eine wissenschaftliche Kommission ins Leben zu rufen, die die Hochschulstrukturentwicklungen und die Vernetzung von außeruniversitärer Forschung mit den Forschungskapazitäten der Hochschulen kontinuierlich begleiten soll. Dies hatten wir im letzten Sommer mit der Initiative-an-morgen-denken erörtert."

Nach inhaltlicher Prüfung und Kommentierung der heute vorgelegten Strukturpläne durch die Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, werden diese im Herbst an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet. Die Ergebnisse der Parlamentsbefassung werden Grundlage für die danach aufzunehmenden Hochschulvertragsverhandlungen 2006 - 2009 sein.


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