Zukünftige Studenten: Ein Mix aus allen Altersgruppen

(bikl) Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des Seniorenstudiums an der Universität Dortmund resümierte die Projektleiterin Prof. Dr. Monika Reichert, dass in dieser Zeit etwa 1.200 Seniorinnen und Senioren dieses Studienangebot absolviert haben. Und das nicht nur zu ihrem Vergnügen. Denn die betagten Studenten profitieren auch von ihrem Wissen: 85 Prozent von ihnen gehen einer ehrenamtlichen Tätigkeit in Institutionen, Verbänden, Selbsthilfegruppen oder selbst initiierten Projekten nach. Sie engagieren sich im sozialen Bereich, in Kultur, Bildung, Sport und der Freizeitarbeit.

07.10.2005 Artikel
  • © ab5zig.at

Experten sind sich einig: Die wissenschaftliche Weiterbildung für älter werdende und ältere Menschen wird für die Hochschulen in Zukunft eine Aufgabe von wachsender Bedeutung werden. In unserer Gesellschaft leben gegenwärtig etwa 25 Prozent über 60-Jährige, bald werden es fast 40 Prozent sein. Es muss also mehr Möglichkeiten für ältere Menschen geben, sich produktiv ins gesellschaftliche Leben einzubringen.

"Universitäten haben somit auch die Aufgabe, ältere Menschen im Zuge lebenslangen Lernens für neue Aufgaben bürgerschaftlichen Engagements zu qualifizieren", unterstreicht Monika Reichert. Und der renommierte Alternsforscher und Direktor des Max Planck Institutes für Bildungsforschung in Berlin, Prof. Paul Baltes, betont, dass sich die künftige Studentenpopulation aus Erwachsenen aller Altersgruppen zusammensetzen wird - nicht nur aus 20- bis 30-Jährigen.


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