Zusätzliche Promotionsmöglichkeiten für Absolventen von Fachhochschulen durch Förderprogramm "Kooperative Promotionskollegs"

Nach dem Willen von Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg sollen sich die Universitäten stärker für qualifizierte Fachhochschulabsolventen öffnen und ihnen vermehrt eine Promotion ermöglichen. Mit einem neuen Programm fördert das Land kooperative Promotionskollegs, in denen Doktorandinnen und Doktoranden aus Universitäten und Fachhochschulen gemeinsam forschen. Dies teilte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 2. November 2009 in Stuttgart mit.

02.11.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Frankenberg: "Wir wollen die Fachhochschulen als Hochschulen für Angewandte Wissenschaften stärken. Dazu gehört, dass ihre Absolventinnen und Absolventen eine bessere Promotionsperspektive erhalten. Deshalb wollen wir mehr gemeinsame Promotionskollegs fördern, in denen Fachhochschulprofessorinnen und -professoren mitwirken können". Das Land stelle für das Programm "Kooperative Promotionskollegs" insgesamt bis zu 2,7 Mio Euro in drei Jahren zur Verfügung.

Aus dem jetzt ausgeschriebenen Programm ´Kooperative Promotionskollegs` könnten bis zu fünf Promotionskollegs bis zu drei Jahre lang gefördert werden. Das Land stelle dafür jeweils bis zu zehn Stipendien aus den Mitteln der Landesgraduiertenförderung zur Verfügung. Über die Höhe der Stipendien entscheide im Einzelfall die Hochschule.

Frankenberg betonte, auch wenn das Promotionsrecht den Universitäten vorbehalten bleiben solle, gebe es ein berechtigtes Interesse forschungsstarker Fachhochschulen an einer Mitwirkung an Promotionsverfahren: "Die Fachhochschulen haben im Bereich der angewandten Forschung ein Alleinstellungsmerkmal, das durch mehr Promotionen von Fachhochschulabsolventen gestärkt werden soll".

Überdies müsse auch im Bereich Doktorandenausbildung mehr Durchlässigkeit zwischen den Hochschularten geschaffen werden. "Für die besten Absolventinnen und Absolventen muss es, ungeachtet der Hochschulart, eine realistische Perspektive für die Promotion und eine spätere wissenschaftliche Karriere geben", sagte Frankenberg.

Hintergrundinformation: Promotionskollegs sind Hochschuleinrichtungen, die sich um fachliche Schwerpunkte gruppieren. Sie haben die Aufgabe, besonders geeignete Promovierende zu betreuen, weiter zu qualifizieren und gute Forschungsbedingungen sicherzustellen. Die Landesregierung von Baden-Württemberg fördert im Rahmen des Landesgraduiertenförderung solche Promotionskollegs. Entsprechend einer Empfehlung des Wissenschaftsrates sollen die Promotionskollegs mit ihrer intensiven Betreuung und klaren Strukturen den Doktorandinnen und Doktoranden helfen, schneller zu einem Abschluss zu gelangen.

Anträge aus dem neuen Förderprogramm ´Kooperative Promotionskollegs` können bis zum 1. Juni 2010 beim Wissenschaftsministerium gestellt werden.

Weitere Informationen unter mwk.baden-wuerttemberg.de/service/aktuelle_ausschreibungen/


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