Zuwachs für das Bayerische Genomforschungsnetzwerk

Im Rahmen des Bayerischen Genomforschungsnetzwerks (BayGene) konnten sich nach einer weiteren Ausschreibungsrunde vier neue Nachwuchsgruppen für eine Förderung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst qualifizieren. Dies teilte Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Mittwoch in München mit.

15.11.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

"Die vier ausgewählten Projektleiter stellten sich erfolgreich den hohen Ansprüchen eines internationalen Gutachtergremiums", so der Minister. Die Forschungsbereiche von BayGene werden damit durch vier neue Schwerpunkte erweitert:

  • Universität Würzburg: Aufklärung der molekularen Grundlage von Fehlbildungen der Blutgefäße und Wissenstransfer in die ärztliche Praxis

 

  • Universität Würzburg: Erforschung von Mechanismen zur Regulation der Zellstruktur (zentrales Molekül ist der neue Antinukleationsfaktor "Spir")

 

  • Universität Regensburg: Gründung einer neuen Bioinformatik-einheit, die molekulare Mechanismen in der Entstehung von Krebserkrankungen ausschließlich am Computer analysiert und neue mathematische und statistische Verfahren für die Klassifikation und Diagnose von Tumoren entwickelt

 

  • Universität Erlangen-Nürnberg: Ausstattung von Mäusen mit einem voll funktionsfähigen humanen Immunsystem, um einen vertieften Einblick in die Funktionsweise des menschlichen Immunsystems zu erhalten und damit immuntherapeutische Behandlungsansätze zu verbessern (Projektstart: Ende dieses Jahres).

"Das Bayerische Genomforschungsnetzwerk erfährt durch diese neuen Schwerpunkte eine thematische Vervollständigung und Abrundung seiner Zielsetzung. Damit leistet BayGene einen weiteren wichtigen Beitrag, die Rolle Bayerns als zentraler Standort für Spitzenforschung in Europa im Bereich Bio- und Gentechnologie zu sichern", unterstrich Goppel.

Das Bayerische Genomforschungsnetzwerk organisiert und koordiniert Spitzenforschungsprojekte auf dem Gebiet der Genomforschung in Bayern. In interdisziplinärer Zusammenarbeit sollen Erkenntnisse über komplexe biologische Systeme gewonnen werden, die für die Medizin der Zukunft von großer Bedeutung sind. Durch die Zusammenarbeit der in BayGene geförderten Forschungsvorhaben über die lokalen Zentren hinweg können die Erkenntnisse aus der Forschung gebündelt und schnell in Ergebnisse umgesetzt werden. Seit dem Jahr 2004 bearbeiten fünf bereits etablierte Forschergruppen in München und Regensburg komplexe Fragestellungen wie: "die Systembiologie der Herpesviren", "die molekulare Analyse der frühen Metastasierung von Tumoren", "die Erforschung genetischer Erkrankungen mit defekter Proteinfaltung", "die Entwicklung genom- und proteombezogener molekularer Bildgebung" sowie "die systematische Analyse von komplexen biologischen Systemen und Krankheitsprozessen".


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