37 Projekte erhalten in erster Antragsrunde EU-Fördermittel für den Schulbau

Das Kultusministerium hat für die erste Antragsphase zur Schulbauförderung aus Mitteln der Europäischen Union 37 Projekte ausgewählt. Heute wurden die Bescheide zur Förderwürdigkeit der Projekte versandt. Von diesem Zeitpunkt an können die Bauanträge gestellt und Maßnahmen auch vorzeitig begonnen werden. Von den insgesamt zur Verfügung stehenden 206 Millionen Euro für EU-Schulbauförderung erhalten die Projekte der ersten Antragsrunde insgesamt 98,45 Millionen Euro (67,7 Millionen Euro aus EFRE- und 30,75 Millionen Euro aus ELER-Mitteln). Zwei weitere Antragstermine für das bis 2013 laufende EU-Schulbauprogramm wird es Ende 2009 und Ende 2010 geben.

11.03.2009 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Kriterien für die Erstellung der Prioritätenliste des Landes waren vor allem eine herausgehobene Qualität des inhaltlichen Konzeptes als attraktives, langfristiges und nachhaltiges Bildungsangebot, die Bestandssicherheit der Schule sowie die Position auf der Rangliste der Landkreise bzw. kreisfreien Städte. "Ausschlaggebend für die Förderung aber ist das pädagogische Konzept, denn der schlechte bauliche Zustand einer Schule allein ist für die Europäische Union kein hinreichender Grund für eine Förderung. Ich freue mich sehr, dass wir eine große Anzahl beispielgebender und innovativer pädagogischer Programme vorgelegt bekommen haben, die in kurzer Zeit sehr sorgfältig geprüft und bewertet wurden", so Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz.

216 Schulen hatten einen Antrag auf Förderung aus EFRE- bzw. ELER-Mitteln* gestellt. Insgesamt verteilen sich die Listen der ausgewählten Projekte aus der ersten Antragsrunde ausgewogen über das Land. Künftig sei allerdings zu berücksichtigen, so der Minister, dass die EU-Zielregionen, die den Förderbedarf u.a. nach der wirtschaftlichen Entwicklung definieren, unterschiedlich auf das Land Sachsen-Anhalt verteilt sind.

Olbertz beglückwünschte alle Schulen, deren Vorhaben nun gefördert werden können. "Diejenigen", so Olbertz, "die das Ziel knapp verfehlten, haben nach einer Überarbeitung ihrer Konzepte und ggf. einer Neupositionierung auf den Ranglisten ihrer Träger eine reelle Chance, in der nächsten Antragsphase erfolgreich zu sein". Darüber werde das Kultusministerium mit den Schulträgern in den nächsten Wochen Gespräche führen. Dasselbe gelte für die Schulen in freier Trägerschaft. Weitere Schulbauprojekte könnten über das Konjunkturprogramm von Bund und Ländern verwirklicht werden.

*EFRE - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung
*ELER - Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes


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