Abiturprüfungen des Doppeljahrgangs G8/G9 im Saarland gestartet

Für rund 6.000 Gymnasiasten und Gesamtschüler des doppelten Abiturjahrgangs G8/G9 im Saarland beginnen am heutigen Mittwoch die Abiturprüfungen. Die schriftlichen Prüfungen starten mit dem Fach Deutsch. Sie dauern bis zum 6. Mai 2009 und enden an diesem Tag mit dem Fach Chemie. Jeder Abiturient muss an drei schriftlichen Prüfungen teilnehmen. Vom 15. Juni bis 24. Juni folgen dann die mündlichen Prüfungen.

22.04.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Zeitnah nach den mündlichen Prüfungen wird das Kultusministerium den gesamten Landesdurchschnitt aller Abiturientinnen und Abiturienten sowie den Landesdurchschnitt getrennt nach Schülerinnen und Schülern, die das Abitur in acht Jahren (G8), und denen, die das Abitur nach neun Jahren (G9) gemacht haben, bekannt geben.

Doppelter Abiturjahrgang mit den gleichen Chancen am Ausbildungsmarkt

Die Landesregierung hat mit den bewährten Partnern des Ausbildungspaktes dafür gesorgt, dass dem doppelten Abiturjahrgang die gleichen Chancen am Ausbildungsmarkt zur Verfügung stehen werden, wie vorangegangenen Jahrgängen.

Die Ausbildungspakt-Partner haben entschieden, mit Blick auf die rund 3.000 Schülerinnen und Schüler mehr, verstärkt für mehr Lehrstellen zu werben. Ausbildungspakt-Partner sind das Wirtschaftsministerium, alle Hochschulen des Landes, die HWK und IHK, Landwirtschafts-, Architekten-, Ingenieur-, Rechtsanwalts- sowie Steuerberaterkammer, die Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände (VSU), die Bundesagentur für Arbeit Rheinland-Pfalz/Saarland sowie regional in Neunkirchen, Saarlouis und Saarbrücken, sowie der Landkreistag Saarland. Sie weisen darauf hin, dass Unternehmen mit Blick auf die demographische Entwicklung, die für Nachwuchsmangel sorgen wird, mit dem doppelten Abiturjahrgang jetzt eine große Chance hat und entsprechend "vorsorgen" können.

Die Hochschulen im Saarland nehmen in den Jahren 2009 und 2010 jeweils mindestens 560 zusätzliche Studienanfängerinnen und Studienanfänger auf und schaffen damit vergleichbare Einstiegsbedingungen ins Studium wie ohne den Doppeljahrgang. So wird die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in den Jahren 2009 und 2010 jeweils in der Summe bis zu 320 zusätzliche Anfänger aufnehmen. An der Universität sind es im Jahr 2009 360 zusätzlich, im Jahr 2010 270. Die Hochschule für Bildende Kunst wird 2009 und 2010 jeweils 20 zusätzliche Plätze anbieten. Gleiches gilt für die Hochschule für Musik.

Zudem findet 2009 eine so genannte Endspurtbörse statt, so dass jedem ausbildungswilligen Bewerber auch ein Angebot unterbreitet werden kann. Die saarländische Investitions- und Kreditbank fördert Betriebe und Selbständige die erstmalig einen Ausbildungsvertrag abschließen, mit zinslosen Krediten von 20.000 Euro pro Ausbildungs-Vertrag und einem Zuschuss von 4.000 Euro pro Vertrag. Mit dem neuen Projekt Unternehmenspraxis für Studenten wird für eine engere Verzahnung von Studium und Wirtschaft gesorgt.

Außerdem stehen der Universität im Haushalt 2009 rund sieben Millionen Euro mehr zur Verfügung, als im Vorjahr, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) sind es 2,6 Millionen Euro mehr als noch 2008. Des Weiteren wird zusätzlich in Personal und Infrastruktur investiert.


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