Aktuelle Fakten zum Tag des Lehrers

Wie das Statistische Bundesamt zum internationalen Tag des Lehrers am 5. Oktober mitteilt, unterrichteten im vergangenen Schuljahr 2006/07 rund 792 000 hauptberufliche Lehrkräfte an Deutschlands allgemeinbildenden und beruflichen Schulen; das waren 0,9% mehr als im Schuljahr 2000/01. Von diesen waren gut 40% teilzeitbeschäftigt. Dieser Anteil ist gegenüber dem Schuljahr 2000/01 um 3,6 Prozent­punkte gestiegen. In demselben Zeitraum sank die Zahl der Schülerinnen und Schüler um 4%.

04.10.2007 Pressemeldung Statistisches Bundesamt (DESTATIS)

Etwa 65% der Lehrkräfte waren Frauen. Dieser Anteil ist gegen­über 2000/01 um rund 3 Prozentpunkte gestiegen. An den teilzeitbeschäftigten Lehrkräften waren Frauen mit 83,5% überproportional stark vertreten; auch bei den vollzeitbeschäf­tigten Lehrkräften bildeten die Lehrerinnen mit 52% die Mehrheit.

Deutschlands Lehrkräfte sind immer älter: Im Schuljahr 2006/07 lag das Durchschnitts­alter des Lehrerkollegiums bei 48,1 Jahren gegenüber 47,3 Jahren im Schuljahr 2000/01.

Nachdem die Zahl der Lehramtsstudierenden im Zeitraum von 1996 bis 2000 stark zu­rückgegangen war, ist das Interesse am Lehramt in den letzten Jahren wieder kontinu­ierlich gestiegen. Im Wintersemester 2006/07 waren 208 800 Studierende in einem Lehramts­studiengang eingeschrieben. Das waren rund 11% mehr als im Wintersemester 2000/01, als die Zahl der Lehramtsstudierenden mit 187 600 einen Tiefpunkt erreicht hatte, aber immer noch knapp 6% weniger als vor zehn Jahren.

Insbesondere für Frauen scheint der Lehrberuf attraktiv zu sein – ihr Anteil lag unter den angehenden Lehrern und Lehrerinnen bei 68%. Für die Lehrerausbildung (mit Referen­dariat) wird in der Regel eine Dauer von sechs Jahren veranschlagt. Da die Zahl der Studien­anfänger, die ein Lehramt anstreben, 2003 mit 34 500 einen Höchststand erreichte, ist davon auszugehen, dass das Angebot an Lehrkräften in den nächsten Jahren weiter zu­nimmt.

In der Beliebtheitsskala der angehenden Lehrerinnen und Lehrer rangierten die Sprach- und Kulturwissenschaften im Wintersemester 2006/07 nach wie vor an erster Stelle: Mehr als die Hälfte (rund 60%) der Studierenden wählte ihr erstes Studienfach in dieser Fächergruppe. Nur 22% der angehenden Lehrer und Lehrerinnen wählte ein Hauptfach im Bereich der Mathematik und Naturwissenschaften. An dritter Stelle stand der Fach­bereich Sport mit rund 6%.

Weitere Auskünfte geben:
Bereich Schulstatistik
Annemie Kehrein,
Telefon: (0611) 75-2537,
E-Mail: schulstatistik( at )destatis.de

Bereich Hochschulstatistik
Thomas Feuerstein,
Telefon: (0611) 75-4195,
E-Mail: hochschulstatistik( at )destatis.de


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