Alltagsproblem Schulabsentismus: Was Lehrer und Schulleitungen tun können

Schule schwänzen – eine harmlose Angelegenheit? Die Fakten sprechen eine andere Sprache: Schulabsentismus, so der zeitgemäße Begriff, hat für die Betroffenen negative Folgen, oft für ihren gesamten Lebensweg. Laut Statistik besuchen mehrere 100.000 Schüler aller Schulformen und Jahrgänge in Deutschland nicht mehr regelmäßig den Unterricht, dazu kommen die "Totalaussteiger". Heinrich Ricking, Dozent für Pädagogik und Didaktik bei Lern- und Verhaltensstörungen, wirft in seinem neu erschienenen Buch *Schulabsentismus* eine umfassenden Blick auf das Phänomen und präsentiert den ersten Ratgeber zur Prävention und Intervention für die Schulpraxis. Denn der größte Fehler, so der Autor, ist die Gleichgültigkeit gegenüber den Kindern und Jugendlichen.

25.08.2014 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Heinrich Ricking macht die Leser zunächst mit verschiedenen Ausprägungen von Schulabsentismus vertraut. Einige Verhaltensmuster und Umweltbedingungen stehen häufig damit in Verbindung, neben dem Elternhaus sind auch die Schule und der Unterricht selbst Risikofaktoren. Der Autor plädiert dafür, diese Risiken im Blick zu haben und präventive Maßnahmen den rechtlichen Optionen vorzuziehen.

Hierbei spielt das Problembewusstsein der Schulleitung eine entscheidende Rolle. Prävention ist innerhalb und außerhalb des Unterrichts, auf der organisatorischen und auf der pädagogischen Ebene möglich. Eine Stärkung des Klassenlehrerprinzips beispielsweise kann Beziehungen vertiefen. Gezielte Angebote bei Lernstörungen und Strategien zur Stressbewältigung helfen gefährdeten Schülern. Kooperative Lernformen wie die so-genannten "Schülerfirmen" setzen Entwicklungsprozesse in Gang. Lehrkräfte haben außerdem die Möglichkeit, positives Verhalten zu bestärken und Teufelskreise zu durchbrechen, in die sie selbst mit eingebunden sind. Für Interventionen sollte ein schulweites Konzept erarbeitet werden, wobei die genaue Betrachtung jedes einzelnen Falles unerlässlich bleibt. Neben Präventions- und Interventionsprogrammen beschreibt Ricking auch Kooperationsmöglichkeiten oder den Einsatz von Mediation und Schulsozialarbeit.

Ansprechpartner

Cornelsen Verlag GmbH
Irina Groh
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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